Derby-Auftakt in der Hessenliga

2:0 in Lohfelden: Dawids Kopf macht die Löwen glücklich

Lohfelden. Lange hatte es so ausgesehen, als würde dieser Derby-Auftakt zwischen dem FSC Lohfelden und dem KSV Hessen Kassel in der Fußball-Hessenliga torlos enden.

Dann kam die 84. Minute, dann kam Marco Dawid, dann kam der große Jubel im mit 2200 Zuschauern besetzten Nordhessenstadion. Den Löwen ist mit einem 2:0- Sieg beim FSC der Auftakt nach dem Abstieg geglückt.

Die erste Viertelstunde in Lohfelden verlief zunächst ausgeglichen, richtige Torchancen gab es keine. Lohfeldens Moritz Meuser machte über die linke Seite immer wieder Druck, die neuformierte KSV-Inneverteidigung um Sergej Evljuskin und Ingmar Merle stand aber sicher. Das erste Mal ging nach elf Minten ein Raunen durchs Stadion, als Kristian Noja es aus der Drehung versuchte, der Ball nur knapp über das Tor von Löwen-Torwart Niklas Hartmann ging.

Nach 15 Minuten übernahm dann der Regionalliga-Absteiger das Geschehen auf dem Platz – von der Stimmung her hatte er das bereits von der ersten Minute an getan. Offiziell war es zwar ein Heimspiel für Lohfelden, wer das nicht wusste, der wäre aber zu dem Schluss gekommen, dass der FSC zu Gast ist. Klatschen bei guten Kasseler Szenen, teilweise Pfiffe gegen den FSC.

Anders als noch eine Liga höher zeigte der KSV immer wieder schöne Kombinationen, die auch zu Tormöglichkeiten führten. Zum Beispiel bei den Schüssen von Sebastian Schmeer (22.) oder Jan Erik Leinhos (40.), ein Kopfball von Marco Dawid ging nur ganz knapp über das Tor von Lohfeldens Tobias Orth.

Meistens waren die Kasseler im Strafraum oder kurz davor aber nicht zielstrebig genug. Sie wollten noch einen Pass und noch einen Pass spielen. Das endete dann in Ballverlusten statt Torchancen. So wie in der 25. Minute, als für Maik Baumgarten eigentlich der Weg zum Tor frei war, er aber noch einmal querlegen wollte. Das klappte nicht und die Möglichkeit war dahin. Zu selten suchte das Team von Trainer Tobias Cramer den direkten Abschluss.

Von Lohfelden kam in dieser Phase nicht mehr viel. Einzig in der 38. Minute hatte der FSC noch einmal eine Doppelchance, als Noja erst knapp verpasste und anschließend eine Ecke durch den KSV-Strafraum an allen vorbei segelte. So blieb es zur Pause beim 0:0.

Die zweite Hälfte begann dann mit einem Knaller – der kam von KSV-Kapitän Frederic Brill aus gut 20 Metern, Orth zeigte aber eine klasse Parade. Ebenso wie Hartmann in der 76. Minute, als Nasuf Zukorlic die größte FSC-Chance des Spiels hatte: Schön freigespielt vor dem Torwart der Löwen, versuchte er diesen zu überlupfen, Hartmann blieb aber lange oben und hielt.

Eng war es auch bei Evljuskins Kopfball nach einer Ecke, der auf der Linie geklärt wurde. Der KSV bestimmte auch im zweiten Durchgang die Partie, hatte aber zu selten wirklich klare Möglichkeiten. Und Lohfelden setzte auf Konter, bei denen es das ein oder andere Mal richtig gefährlich wurde.

Zwei Höhepunkte hat dieses Spiel aber noch im Rucksack, und der erste kam in der 84. Minute. Flanke in den Strafraum von Lohfelden, der eingewechselte Jon Mogge lässt durch und am zweiten Pfosten steht Dawid und köpft ein. In der Nachspielzeit kontern die Löwen dann noch einmal gegen Lohfeldener, die komplett aufmachen, und Sebastian Schmeer schiebt zum 2:0 ein. Dann ist Schluss. Und obwohl der KSV auswärts gewinnt, freuen sich fast alle Zuschauer. Das gibt es auch nur ganz selten.

Statistik: So haben KSV Hessen Kassel und der FSC Lohfelden gespielt

Lohfelden: Orth - Beyer, Schneider, Boukhoutta, Keßebohm - Fiolka, Szczygiel - Zukorlic, Meuser - Noja (63. Bandowski), Salkovic (79. Saric) Kassel: Hartmann - Leinhos, Evljuskin, Merle, Brandner (47. Voss) - Brill - Schwechel (68. Mogge), Bravo Sanchez, Baumgarten, Dawid (90. Häuser) - Schmeer Schiedsrichter: Herbert (Nüsttal) Zuschauer:2200 Tore: 0:1 Dawid (84.), 0:2 Schmeer (90.+4) Gelbe Karten: Szczygiel, Fiolka, Meuser / Bravo Sanchez, Leinhos, Merle

Derby-Auftakt in der Hessenliga: FSC Lohfelden gegen den KSV Hessen Kassel

Quelle: HNA

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