Rückschlag im Abstiegskampf

KSV Hessen verliert 0:3 - Freiburg "eine Nummer zu groß" 

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Bauchlandung: KSV-Spieler Jan Erik Leinhos landet hier nach einem Zweikampf mit Freiburgs Kolja Herrmann am Boden.

Freiburg. Kein guter Nachmittag für Fußball-Regionalligist KSV Hessen: Die Löwen haben beim SC Freiburg II mit 0:3 (0:1) verloren.

Von Sebastian Ehret

Um klare Worte ist Tobias Cramer ja nie verlegen. So auch nicht nach der 0:3 (0:1)-Niederlage seines KSV Hessen im Nachholspiel beim SC Freiburg II am Dienstagnachmittag. „Der Gegner war eine Nummer zu groß für uns“, sagte der Coach des Kasseler Fußball-Regionalligisten, dessen Team damit im Kampf um den Klassenerhalt einen Rückschlag erleidet. 

Von einer richtungsweisenden Partie sprachen beide Klubs vor dem Anpfiff. Die Breisgauer wollten im Kampf um einen Relegationsrang weiter Boden gut machen, die Nordhessen den Anschluss ans hintere Tabellendrittel forcieren. Anfangs kamen die Löwen mit mehreren Eckbällen zwar vors Freiburger Tor, wirkliche Gefahrensituationen entstanden dabei aber nicht. 

Die Freiburger versuchten, die Spielkontrolle an sich zu ziehen, was ihnen in der ersten Halbzeit aber nur schlecht gelang. Denn der KSV blieb mit guten Kontern immer gefährlich. Die erste Chance der Partie hatte Kassels Jan Erik Leinhos. Über die linke Seite setzte sich der 20-Jährige in der 26. Minute geschickt durch. Sein gefühlvoller Heber über Freiburgs Keeper Marvin Geng senkte sich jedoch nur auf die Latte – Pech für die Löwen. Kurz danach jubelten dann die favorisierten Gastgeber. Keven Schlotterbeck war in den Strafraum gesprintet und von Sergej Schmik von den Beinen geholt worden. Felix Roth verwandelte den folgenden Strafstoß sicher zum 1:0 (32.). 

Die Löwen aber steckten nicht auf und gestalteten die Partie offen, doch in der Offensive fanden die Pässe zu selten die Mitspieler. Kurz vor der Pause hielt KSV-Keeper Niklas Hartmann dann einen gefährlichen Kopfball von Freiburgs Rico Wehrle. Kalt erwischt wurden die Löwen nach Wiederanpfiff. Ein langer Ball flog auf der rechten Seite an die Strafraumgrenze, und diesmal war Wehrle Sieger im Duell mit Hartmann. Der Freiburger überwand den Kasseler mit einem Schuss ins lange Eck zum 2:0 (48.). 

Es war eine frühe Vorentscheidung, denn die Löwen taten sich schwer, eine Lücke im Freiburger Defensivverbund aufzutun. Einige Male aber gelang es. Kraftvolle Kopfbälle von Lucas Albrecht und Sebastian Szimayer gingen knapp neben das Freiburger Gehäuse. Auch die Distanzschüsse und Freistöße der Löwen blieben in der druckvollen Phase Mitte der zweiten Hälfte ohne den erhofften Torerfolg. In der Nachspielzeit setzte Rodas Steeg mit dem 3:0 den Schlusspunkt. 

Freiburgs Coach Christian Preußer sagte: „Über den Sieg bin ich sehr glücklich. Er fiel vielleicht etwas zu hoch aus. Heute mussten wir viele lange Bälle verteidigen. Das haben wir gut gemacht. Die Tore sind zum guten Zeitpunkt für uns gefallen.“ Ähnlich bewertete Cramer die Partie: „Heute war uns Freiburg in allen Belangen überlegen. Die verdiente Niederlage fällt aber um ein Tor zu hoch aus. Wir mussten damit rechnen, trotz unserer Serie zu verlieren. Mein Team hat trotz des Rückstandes viel Moral bewiesen und sich insgesamt positiv dargestellt.“ Sein Team müsse die Partie nun schnell abhaken und die volle Konzentration auf den nächsten Gegner Stuttgarter Kickers richten. Denn schon am Samstag geht’s weiter. Um 14 Uhr im heimischen Auestadion.

Quelle: HNA

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