Bereits mehr als 600 Karten verkauft

KSV Hessen: Von Dauerkarten und einer besonderen Wette

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Hat die Wette angeregt: Benjamin Yu (rechts) – hier mit Sohn Yannik – der in Greven wohnt. 

Kassel – Am Samstag beginnt der KSV Hessen Kassel mit der Vorbereitung auf die Saison in der Fußball-Regionalliga.

Die soll nach derzeitiger Planung am 1. September – einem Dienstag – beginnen. Testspielgegner und Termine stehen wohl ebenfalls schon fest – die Austragung solcher Partien hängt aber wie der Start der neuen Spielzeit von der Entwicklung der Corona-Pandemie ab.

Die Dauerkarten

Ungeachtet dessen hat der Verein aber schon jetzt mehr als 600 Dauerkarten verkauft. „Letztes Jahr waren es 500 und 400 VIP-Pakete. Dass der Verkauf mit dem Aufstieg anzieht, haben wir aber gehofft“, sagt Jens Rose, Vorstandsmitglied der Löwen. „In der neuen Saison wird es vielleicht keine Tageskasse geben, Gästefans können vielleicht gar nicht ins Stadion – zumindest am Anfang“, wagt Rose einen Ausblick. Er geht davon aus, dass zunächst zehn Prozent der gesamten Stadionkapazität ausgeschöpft werden darf – für den KSV würde das bedeuten, dass 1850 Zuschauer zu den Heimspielen kommen könnten. „Für Gästefans kann das natürlich heißen, dass sie anreisen und das Stadion dann schon mit heimischen Fans ausgelastet ist“, sagt Rose.

Ebenso sei es möglich, dass erst einmal nur Sitzplätze vergeben werden dürfen, die Kurven zubleiben müssen. „Wir haben 9500 Sitzplätze. Aber klar, zu Beginn werden sicher keine 8000 Menschen im Auestadion sein“, sagt Rose. Er gehe davon aus, dass der Zuschauerschnitt in der Regionalliga erheblich verbessert wird. „Wir sind sehr zufrieden und haben ja noch acht Wochen bis zum Saisonstart“, sagt er.

„Dass sich trotz aller Unsicherheit schon so viele Löwenfans eine Dauerkarte geholt haben, ist ein starkes Zeichen“, findet Gregory Dauber, Fanbeauftragter des Klubs. „Es zeigt die Verbundenheit der Fans, bei denen die Vorfreude auf Regionalliga-Fußball groß ist – auch wenn noch gar nicht sicher ist, wann und wie es weitergehen kann.“ Ebenso sei noch nicht klar, was mit Auswärtsfahrten sei. „Wie man das angeht, müssen wir schauen, sobald es einen Spielplan gibt“, sagt Dauber. „Die Möglichkeiten werden dann sicher von örtlichen Bestimmungen und den Spielstätten abhängig sein. Von der Liga gab es dazu noch keine Information.“ Das größte Stadion mit einem Fassungsvermögen von 20 500 Zuschauern hat Offenbach, die kleinsten Steinbach, Gießen, Alzenau, Walldorf und

Bahlingen (etwa 5000).

Die Wette

Benjamin Yu ist gebürtiger Bad Emstaler, wohnt aber seit 1995 im Münsterland, seit 2006 in Greven. Yu war nun der Initiator einer Wette, die der KSV Hessen eingegangen ist. Die sieht Folgendes vor: Der DJK Greven will für ein imaginäres Spiel am 31. Juli gegen den KSV mehr als 4500 Tickets verkaufen. 4500 Menschen – so viele kamen am 14. August 2007, als Borussia Dortmund in Greven zu Gast war. Dieser Rekord soll überboten werden.

Sollte das gelingen, werden die Löwen im kommenden Sommer zu einem Trainingslager nach Greven kommen, ein Testspiel bestreiten sowie weitere gegen höherklassige Gegner. Ein Drittel der Einnahmen aus dieser Aktion soll an gemeinnützige Organisationen gespendet werden. Tickets gibt es ab sofort in der Geschäftsstelle, im Fan Point und auf der Webseite des KSV Hessen zu kaufen. Eine Karte kostet drei Euro.

Quelle: HNA

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