Löwen haben einen Plan

KSV hofft doch noch auf die Dritte Liga

Kassel. In den Aufstiegsspielen scheiterte der Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel noch an Holstein Kiel, doch die Dritte Liga haben die Löwen für die nächste Saison noch nicht abgeschrieben. Sie haben einen Plan.

Und der geht so: Sie wollen Entscheidungsspiele gegen die Sportfreunde Lotte und gegebenenfalls gegen 1860 München II austragen und so noch einen Aufsteiger ermitteln, sollte der MSV Duisburg keine Lizenz für die Dritte Liga erhalten.

Duisburg spielte in der vergangenen Saison in der Zweiten Liga, bekam aber keine Lizenz, sodass Sandhausen als Vorletzter in der Liga bleiben durfte. Ob der MSV nun die Lizenz für die Dritte Liga erhält, ist noch nicht entschieden. Sollten die Duisburger auch dort nicht mitmachen dürfen, würde ein Platz frei sein in Deutschlands dritthöchster Spielklasse. Um den will der KSV kämpfen. Laut Vorstand Jens Rose sei die Mannschaft am Samstag über die Pläne informiert worden.

Lotte fände das Vorhaben gut und wolle seinerseits einen Antrag stellen, 1860 München II hat nach Informationen unserer Zeitung nicht reagiert. Der Antrag soll nun beim Deutschen Fußball-Bund liegen - und zwar beim Präsidenten Wolfgang Niersbach. Allerdings ist die Aussicht auf Erfolg wohl sehr gering. Rolf Hocke, Vize-Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, aus Wabern erklärte gegenüber unserer Zeitung: "Der KSV ist vor zehn Tagen mit dem Anliegen schon einmal auf uns zugekommen. Wir haben das durch unsere Rechtsabteilung prüfen lassen. Es kam zu einem negativen Bescheid. Deshalb überrascht mich, dass dieses Thema jetzt neu aufkommt." Jens Rose schreckt das nicht ab und sagt: "Wir kennen den negativen Bescheid, aber wir wollen das weiter verfolgen. Der Aufstiegsmodus der Regionalliga ist so umstritten, da kann der DFB uns ja auch mal entgegenkommen. Vielleicht haben wir ja Glück. Es ist zumindest ein Hintertürchen."

Das erste Testspiel der neuen Saison gewann der KSV indes mit 4:0 gegen den Gruppenligisten TSV Wichmannshausen. Sebastian Schmeer war dreimal erfolgreich, Felix Schäfer aus der U 19 traf einmal. (hag)

Quelle: HNA

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