Kevin Wölk wechselt zu Rot-Weiss Ahlen

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Wechselt nach Ahlen: Kevin Wölk.

Kassel. Dass er den Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel verlassen würde, stand bereits am Wochenende fest. Seit gestern Mittag ist nun auch klar, wohin es Mittelfeldspieler Kevin Wölk zieht: Er schließt sich dem Zweitliga-Absteiger Rot-Weiss Ahlen an.

Der 25-Jährige unterschrieb bei dem westfälischen Drittligisten einen Zweijahresvertrag und hofft, mit ihm sein sportliches Ziel erreichen zu können: Wölk möchte in spätestens zwei Jahren in der zweiten Liga aktiv sein.

Für diese Perspektive gibt Wölk eine sichere Stellung als Führungsspieler beim KSV Hessen Kassel auf. Auch deshalb sagt er, dass ihm die Entscheidung sehr schwergefallen sei. Denn: "Ich habe mich immer sehr wohl gefühlt in Kassel."

Wölk war vor zwei Jahren von der zweiten Mannschaft des VfL Bochum zu den Löwen gekommen und fiel von Anfang an durch seine Kreativität auf. Wölk lenkte das Spiel und machte vor allem auch durch seine gefährlichen Freistöße und Ecken auf sich aufmerksam.

In insgesamt 63 Einsätzen schoss er 17 Tore. So schaffte er es zu einem der besten Mittelfeldspieler der Regionalliga, der sich auch neben dem Platz hohes Ansehen erwarb. Er pflegte einen guten Kontakt zu den Fans und formulierte stets klar seine Vorstellungen.

Noch Anfang April merkte er im Interview mit unserer Zeitung an: "Wir bräuchten vielleicht mehr Dreckschweine." Dass er selbst auf dem Platz ein solches darstelle, vergaß er nicht zu sagen.

Nachfolger steht bereit

Nun will er sich in Ahlen weiterentwickeln. Das Angebot nahm er auch deshalb an, weil der Klub seiner Freundin, der ehemaligen Bundesligaspielerin Christina Plessen, eine berufliche Perspektive bot, die sie in Kassel nicht sah.

Mit Wölk geht einer der Schlüsselspieler des KSV. Von der Achse der Leistungsträger und Führungsspieler - bestehend aus Marcel Stadel, Enrico Gaede, Markus Unger, Kevin Wölk und Thorsten Bauer - bleiben für die nächste Saison also nur noch Kapitän Gaede und Torjäger Bauer übrig. Auch deshalb bedauert KSV-Vorstandsmitglied Thorsten Schönewolf Wölks Weggang. Er kann aber nachvollziehen, dass Wölk die Herausforderung eine Klasse höher sucht. Ein Nachfolger für Wölk sei indes mit dem aus Ulm kommenden Andreas Mayer schon verpflichtet.

 Ob für diese Position ein weiterer Spieler unter Vertrag genommen wird, ließ Schönewolf offen. "Wir haben da keinen Druck." Während Wölk nun nach seinem Urlaub in Richtung Ahlen aufbricht, ist ein Verbleib von Abwehrspieler Sebastian Gundelach bei den Löwen sehr wahrscheinlich. Hier sind nur noch Kleinigkeiten zu klären, sagt Schönewolf. Verhandelt wird derzeit auch mit Stürmer Thomas Brechler, dem allerdings wohl auch Angebote aus der dritten Liga vorliegen.

Von Florian Hagemann

Quelle: HNA

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