KSV-Präsident Rose: Eigene Regionalliga für Traditionsvereine

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Fordert eine eigene Liga für Traditionsvereine: Jens Rose.

Kassel. Im Samstagsinterview mit unserer Zeitung hatte er ihn bereits angedeutet. Nach dem Spiel des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel gegen den SSV Reutlingen (2:1) präsentierte Löwen-Präsident Jens Rose nun einen konkreten Vorschlag, wie er sich die Zukunft der Regionalliga und der Traditionsvereine vorstellt.

Nach Roses Vorstellung soll es bei der dreigeteilten Regionalliga bleiben – allerdings plädiert der KSV-Boss für eine neue Aufteilung. In einer der drei Staffeln sollen die ganzen Traditionsvereine spielen, die derzeit in den Regionalligen Nord, Süd und West aktiv sind und die dorthin absteigen oder aufsteigen.

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Rose: „Diese deutschlandweit spielende Traditionsliga wird TV- und werbemäßig durch die Fußballverbände vermarktet, und die Erträge werden anteilig unter den Traditionsvereinen aufgeteilt.“

Potenzielle Klubs für diese Traditionsliga wären: Rot-Weiss Essen, Preußen Münster, Waldhof Mannheim, der 1. FC Saarbrücken, der Bonner SC, Wormatia Worms, der 1. FC Magdeburg, der SV Babelsberg, der Chemnitzer FC, der VfB Lübeck, Holstein Kiel, Tennis Borussia Berlin, Darmstadt 98, die Stuttgarter Kickers, der SSV Ulm und eben Hessen Kassel.

Rose: „Wir denken, dass allein die Auflistung dieser Vereine in einer deutschlandweiten Traditionsregionalliga ganz andere Vermarktungsmöglichkeiten ergeben würde, als dies momentan der Fall ist.“ Roses Ziel ist klar: Die zweiten Mannschaften und Kunstgebilde wie die SG Sonnenhof Großaspach machen die Regionalligen unattraktiv. Das Zuschauer- und Medienintresse sinkt. „Wir wollen auf jeden Fall dem schleichenden Sterb

en der Traditionsvereine nicht länger zusehen, ohne eine sinnvolle Alternative für alle Betroffenen aufzuzeigen.“ Roses Schreiben ist zunächst an andere Traditionsvereine gegangen. Sie sollen eine Einschätzung abgeben. Dann wird sich womöglich der Deutsche Fußball-Bund damit befassen. (hag)

Quelle: HNA

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