KSV-Trainer: Fast der komplette Aufsichtsrat sollte gehen

Uwe Wolf

Kassel. „Ich bin ein Mann deutlicher Worte. Rumgeeier mag ich nicht.“ Das sagt Uwe Wolf. Und der Trainer des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel lässt diesem Satz in der Tat deutliche Worte folgen.

In einem Interview mit unserer Zeitung sagt er nach den neuerlichen Streitigkeiten im Verein um die Position von Geschäftsführer Giuseppe Lepore: „In diesem Verein glaubt der Aufsichtsrat, er stünde über dem Vorstand. Das kann einfach nicht sein. Mit Ausnahme von Hans-Josef Watermeier, der Stil und Struktur hat, sollten diese Herren allesamt zurücktreten.“

Gerade erst ist Wolf mit seiner Mannschaft aus dem fünftägigen Trainingslager zurückgekehrt, zeigt sich sehr zufrieden mit dem Leistungsstand. Das aber, was unter der Woche bei den Löwen passiert, das lässt ihm die Hutschnur platzen. „Ich bin richtig stinkig und sauer“, sagt er, „schon an meinem ersten Arbeitstag hier habe ich gefordert, dass Ruhe einkehren muss und endlich alle im Verein an einem Strang ziehen müssen. Und dann werden hier solche negativen Schlagzeilen produziert. Dann gibt es wieder eine solch schlechte Außendarstellung. Hier wird doch das Fundament, auf dem wir aufbauen wollen, gleich wieder umgetreten.“

Im Machtkampf zwischen Teilen des Aufsichtsrates mit dem Vorsitzenden Dirk Lassen an der Spitze und Lepore bezieht der Trainer ganz eindeutig Stellung für den Geschäftsführer. „Was hier mit Lepore passiert, das ist einfach respektlos. Er arbeitet Tag und Nacht für den Verein, ist der einzige, der etwas versteht vom Profigeschäft. Doch statt Unterstützung bekommt er nur Prügel“, erklärt Wolf, der auch Sorge um den Verbleib des Hauptsponsors äußert: „Alle müssten hier stolz sein, dass die Spieler das Löwenwappen und das Logo eines Weltkonzerns wie VW auf der Brust tragen. Aber so habe ich Angst, dass VW sich bald beim KSV zurückzieht.“

Das komplette Interview lesen Sie in der Montagsausgabe der HNA.

Fotos: KSV-Trainer Uwe Wolf

Das ist KSV-Trainer Uwe Wolf

Quelle: HNA

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