KSV-Verteidiger hat vor dem Spiel in Freiburg den Weg aus der Krise gefunden

Latifi nimmt den Kampf an

Zurück in der Startformation: Verteidiger Mentor Latifi (vorn) hat Trainer Mirko Dickhaut (hintenmit seiner Reaktion überzeugt. Foto: Fischer

Kassel. Das Ziel heißt nun Platz zwei. Ein Minimalziel natürlich für einen, der Erster werden wollte. Doch Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel will die Saison mit Anstand beenden. Und hat - siehe Hintergrund - auch einen finanziellen Anreiz, diesen zweiten Platz noch anzustreben. Vor dem Spiel bei der zweiten Mannschaft des SC Freiburg am Samstag (14 Uhr) sagt Trainer Mirko Dickhaut deshalb: „Ich hoffe, dass es so weitergeht, denn wir wollen die Saison gut zuende bringen. Die Mannschaft hat in den letzten Spielen eine gute Reaktion gezeigt.“

Zwei Spiele, zwei Tore

Einer, für den das besonders gilt, ist Mentor Latifi. Der Verteidiger war vom Trainer beim Pokalspiel in Flieden nach schwachen Leistungen auf die Bank verbannt worden. Dann aber: eingewechselt gegen Reutlingen und das Siegtor erzielt. Zurückgekehrt in die Startformation in Großaspach und wieder ein Tor erzielt.

Latifi hat den Kampf angenommen. „Ich konnte die Reaktion des Trainers verstehen. Ich wusste selbst nicht, woher die Verunsicherung plötzlich gekommen war. Aber ich stecke den Kopf nicht in den Sand. Bis zum Spiel gegen Bamberg lief es schließlich richtig gut“, sagt der 26-Jährige. Dickhaut ergänzt: „In der Vorbereitung im Winter hat Mentor einen ganz starken Eindruck gemacht.“ Gegen Bamberg, vor allem aber bei der Pleite in Bad Alzenau leistete Latifi sich einige Aussetzer. Der Trainer charakterisiert seinen Verteidiger als sehr selbstkritischen Menschen, der sich vielleicht Fehler manchmal zu sehr zu Herzen nehme. Da ist die Situation, in der Kritik zu stehen und um einen neuen Vertrag kämpfen zu müssen, sicher nicht leicht, oder? „Ich würde gern beim KSV bleiben. Natürlich mache ich mir Gedanken über die Zukunft. Aber im Training, beim Spiel, da muss ich die wieder ausschalten,“ antwortet Mentor Latifi.

Das hat nach der Denkpause in Flieden offenbar gut geklappt. „Er ist wieder der alte Mentor“, lobt der Trainer nach den letzten beiden Spielen sowie den Trainingseindrücken. „Die beiden Tore haben mir natürlich richtig gut getan“, erklärt auch Latifi. Den Weg aus der Krise hat er also gefunden. Die Chancen im Vertragspoker sind vielleicht gestiegen. Mirko Dickhaut jedenfalls macht Latifi Mut: „Die Tür steht wieder offen.“

Von Frank Ziemke

Quelle: HNA

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