Huskies verlieren nach Führung doch noch mit 3:4 gegen Duisburg

Duisburg. Spannung bis zum Schluss, zwei Mannschaften auf Augenhöhe, die sich 60 Minuten lang nichts schenkten und an deren Ende die Gastgeber nicht unverdient den Sieg feierten. Mit 3:4 (0:1, 3:1, 0:2) haben die Huskies trotz einer zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Führung bei den Füchsen Duisburg verloren.

Es ging um etwas. Das war jedem der gut 900 Zuschauer, darunter gut 80 Huskies-Anhänger, in der Duisburger Scania Arena schnell klar. Gleich eine ihrer ersten Chancen nutzten die Gastgeber. Clarke Breitkreutz bewies hinter dem Tor von Huskies-Schlussmann Martin Fous ein Auge für Mitspieler Mats Schöbel. Und nach gerade einmal 100 Sekunden lagen die Huskies mit 0:1 hinten (2. Minute).

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Doch die Schlittenhunde steckten nicht auf und erkämpften sich zusehends mehr Spielanteile. Doch oft fehlte dem entscheidenden Pass die Genauigkeit. Die Hereingaben fanden den Mitspieler nicht, und auch die Chancenverwertung war mangelhaft. Artjom Kostyrev, Florian Böhm, Michi Christ, Manuel Klinge – all ihre Schüsse wurden eine sichere Beute von Björn Linda im Kasten der Füchse. Doch dann kam das zweite Drittel – und damit eine viel bissigere Huskies-Mannschaft aus der Kabine.

Denn nun gelang den Huskies all das, was im ersten Abschnitt noch gefehlt hatte. Die Linie im eigenen Spiel war deutlich erkennbar. Sie störten konsequent und frühzeitig den Spielaufbau der Füchse, übernahmen das Kommando auf dem Eis – und belohnten sich. Zunächst war Patrick Berendt dran. Der junge Stürmer aus der dritten Reihe schien fast ein wenig überrascht, als Linda die linke Ecke seines Tores sträflich ungedeckt gelassen hatte und er unbedrängt nur noch zum 1:1 einzuschieben hatte (24.). Auch der nächste Angriff saß. Nur 24 Sekunden später passte Petr Sikora hinter dem Duisburger Tor auf Manuel Klinge, und der brachte seine Huskies erstmals in Front (24.).

Und weil’s so schön war, machten es Sikora und Klinge kurz darauf gleich noch einmal. Das schönste Tor des Abends, es war eines mit Ansage. Der Tscheche hatte sich erneut hinter Lindas Kasten in Stellung gebracht und dirigierte seinen Kapitän mit deutlichen Gesten in die Lücke vor dem Tor. Und Klinge knallte den Puck zum 3:1 ins Netz (27.). Mit der Zwei-Tore-Führung im Rücken schalteten die Huskies einen Gang zurück. Ein folgenschwerer Fehler. Daniel Fischbuch (30.), Clarke Breitkreuz (48.) und Benjamin Hanke (58.) mitten hinein in die umkämpfte Schlussphase drehten mit ihren Toren das Spiel doch noch einmal.

Schiedsrichter: Neubert (Berlin) - Z: 900 Tore: 1:0 (1:36) Schöbel (Breitkreutz), 1:1 (23:17) Berendt (Böhm, Roedger), 1:2 (23:37) Klinge (Sikora), 1:3 (26:08) Klinge (Sikora), 2:3 (29:26) Daniel Fischbuch (Hanke - 5:4), 3:3 (47:37) Breitkreuz (Da. Fischbuch, Huhn), 4:3 (57:20) Hanke (Da. Fischbuch) Strafminuten: Duisburg 8 - Kassel 8

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