Playoff-Ausscheidungen: Huskies nach 1:3 gegen Saale Bulls ohne Punkt

Kassel. Ganz bitterer Abend in der Kasseler Eissporthalle: Völlig unerwartet und doch völlig zu Recht haben die Kassel Huskies mit 1:3 (1:0, 0:1, 0:2) gegen die Saale Bulls aus Halle verloren. Auf sechs Punkte hatten die Schlittenhunde vor diesem Wochenende gehofft.

Doch nach zwei Spieltagen stehen sie in der Playoff-Ausscheidung mit leeren Händen da und müssen schon frühzeitig um die Teilnahme an den Playoffs, dem erklärten Saisonziel, bangen.

Zu kaum einer Phase des Spiels fanden die Huskies zu ihrer gewohnten Heimstärke. Zu ihrem gefährlichen Offensivspiel. Zu ihrem Druck, auch in den entscheidenen Situationen, noch ein Tor erzwingen zu können.

Schon das erste Drittel war zerfahren. Einziger Lichtblick: die erste Sturmreihe. Ein Tor, das die individuelle Klasse aufblitzen ließ: Petr Sikora passt rückwärts aus dem Handgelenk auf Kapitän Manuel Klinge. Und dessen Schuss vom Bullykreis schlägt unhaltbar im Tor von Robert Wolfermann ein (15.). Die 1:0-Führung gab den Huskies ein wenig Sicherheit. Doch auch die Gäste, die mit der unerwarteten 3:4-Heimpleite gegen Timmendorf angereist waren, ließen sich dadurch nicht schocken.

Im zweiten Drittel übernahmen sie das Kommando auf dem Eis, machten Torhüter Martin Fous zum Hauptdarsteller der Huskies. Sebastian Lehmann, Jiri Polak, Artur Lemmer, Nikolaus Meier, Troy Bigam – richtig gute Chancen hatten die Hallenser viele, doch sie scheiterten immer wieder an Fous. Die gefühlte Schussbilanz im zweiten Durchgang: Huskies 2, Halle 20. Nicht zuletzt deshalb, weil die Huskies gleich dreimal in Unterzahl spielen mussten und die Gäste aus Halle das ausnutzten.

Huskies mussten sich den Saale Bulls geschlagen geben

Kassel Huskies gegen Saale Bulls

Kassel Huskies gegen Saale Bulls

Ein ums andere Mal suchten sie ihre schussstarken Verteidiger – und nach einer knappen halben Stunde war es Nikolaus Meier der in Überzahl das 1:1 (29.) markierte. Und dann kam das Schlussdrittel. Endlich war Feuer drin, endlich kam Stimmung auf in der Kasseler Eissporthalle. Erst holt Robert Wolfermann Petr Sikora von den Beinen – doch wie schon gegen Bad Nauheim vergibt der Tscheche die Großchance zur Führung (49.).

Die Huskies drücken – und werden eiskalt erwischt. Sebastian Lehmanns Schuss von halbrechts kann Fous noch parieren, doch den Abpraller legt er Ivan Kolozvyry direkt auf die Kelle. 1:2 (52.). Schockiertes Schweigen. Dann bläst die Fanfare zur Attacke. Die Huskies rennen an, schießen. Doch der Puck will nicht ins Tor. Unbarmherzig läuft die Zeit herunter. Huskies-Trainer Jamie Bartman nimmt eine Auszeit, Torhüter Fous hinaus. 64 Sekunden volles Risiko. Doch ausgerechnet nach einem Fehlpass von Kapitän Klinge trifft Florian Eichelkraut ins leere Huskies-Tor (60.).

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare