Der KSV Hessen ist heute Abend zu Gast beim Tabellenletzten Nöttingen

Löwen wollen Lehren ziehen

Die vergebene Torchance: Sergej Evljuskin hat gegen Zweibrücken die große Möglichkeit. Aus kurzer Distanz trifft er aber nicht. Foto: Schachtschneider

Kassel. Das 1:2 gegen Zweibrücken am vergangenen Samstag musste der Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel erst einmal verdauen. Jetzt aber gilt die Konzentration dem nächsten Spiel: Bereits heute Abend treten die Löwen ab 19 Uhr im Panoramastadion beim FC Nöttingen an. „Es bringt ja nichts, immer weiter zu grübeln“, sagt Sergej Evljuskin.

Der KSV-Mittelfeldspieler hatte mit am meisten Grund, sich nach der jüngsten Niederlage gegen Zweibrücken zu ärgern. Er vergab die größte Tormöglichkeit des Spiels, indem er freistehend aus kurzer Distanz den Ball vertändelte, anstatt ihn ins Tor zu schießen. Er hat sich die Szene einen Tag später im Fernsehen angeschaut – und hat „keine Ahnung“, wie das passieren konnte. Aber: „Das ist abgehakt.“ Abgehakt wie das gesamte Spiel gegen Zweibrücken. „Gegen Nöttingen müssen wir die Lehren aus dieser Niederlage ziehen und es besser machen.“

Das sieht Matthias Mink ähnlich. Der KSV-Trainer verlangt von seinen Spielern, dass sie die Zahl der Fehler verringern – sowohl im Spiel nach vorn als auch im Defensivverhalten. Obwohl Nöttingen Tabellenletzter ist, meint Mink, der kommende Gegner sei fußballerisch besser als der letzte Kontrahent aus Zweibrücken, der vor Nöttingen am Tabellenende stand. Trotzdem erwartet Mink, dass auch Nöttingen eher tief steht und abwartend agiert.

Für die Löwen würde das bedeuten, dass sie erneut ein Rezept finden müssen gegen eine massive Abwehr. Sergej Evljuskin hat eine Idee: „Wir müssen gleich in Führung gehen, dann wird es einfacher.“ Problem: Das ist in der Regel leichter gesagt als getan. Zumal Kassel einer fehlt, der für das Toreschießen zuständig ist: Shqipon Bekashi ist nach seiner Gelb-Roten Karte gesperrt.

Ansonsten ist die Personalsituation beim KSV aber recht komfortabel. Lediglich für den längere Zeit verletzten Stefan Müller käme ein Einsatz noch zu früh. Außerdem steht noch nicht fest, ob Ersatztorwart Tobias Schlöffel die Fahrt nach Baden-Württemberg antreten kann. Er ist am Montag im Training umgeknickt.

Gegen Nöttingen will der KSV das nachholen, was er gegen Zweibrücken versäumt hat: „Wir wollen gewinnen und die Marke von 20 Punkten in der Tabelle knacken. Dann ist alles gut“, sagt Evljuskin. Wenn der in dieser Saison so überzeugende Mittelfeldspieler besser trifft als am vergangenen Samstag, wäre das nicht die schlechteste Voraussetzung.

Von Florian Hagemann

Quelle: HNA

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