MT im Hit gegen die Rhein-Neckar Löwen

Mansson: Wir brauchen jeden Fan

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Kann er spielen oder kann er nicht?: MT-Kreisläufer Anton Mansson (rechts) will trotz Verletzung dabei sein. In dieser Szene aus einem früheren Duell bekommt es er mit den Löwen (von rechts) Alexander Petersson, Oliver Roggisch und Zarko Sesum (zurzeit verletzt) zu tun.

Kassel. Mit dem Heimsieg zu Beginn der Saison gegen die Füchse Berlin haben sie schon unter Beweis gestellt, dass sie von den Bundesliga-Spitzenteams gar nicht mehr so weit entfernt.

Sollten die Handballer der MT Melsungen am Sonntag (15 Uhr, Rothenbach-Halle Kassel) die Rhein-Neckar Löwen bezwingen, wäre es auch tabellarisch untermauert. Denn dann hätten sie lediglich zwei Minuspunkte mehr als die Badener auf dem Konto.

„Es ist eine schwierige Aufgabe“, weiß MT-Trainer Michael Roth, „aber wir werden alles probieren.“ Womit er unterstreichen möchte, dass seine Schützlinge taktisch bestmöglich auf den Viertplatzierten aus Mannheim eingestellt sein werden. Sofort bereit, jede mögliche Schwäche der Gäste eiskalt auszunutzen. Die größte Aufgabe wird sein, effektiv im Angriff zu sein und die Hintermannschaft mit Assen wie Oliver Roggisch, Nikola Manojlovic sowie den Spaniern Isaias und Gedeon Guardiola zu überwinden. Gelingt dies nämlich nicht, dürfte die MT von den Löwen mit deren Gegenstoß-Spezialisten Uwe Gensheimer und Patrick Groetzki gnadenlos ausgekontert werden.

Es sei denn, dass bei den Gudmundsson-Schützlingen der Champions-League-Trip nach Charkow zur Partie bei Zaporoshje (Donnerstag) doch noch nachhängt. Erst am Freitagabend waren sie wieder in der Heimat angekommen.

Einen entscheidenden Vorteil für seine Mannen will Roth daraus nicht ableiten: „Im Flugzeug kann man sich nicht verletzen. Wir haben dagegen acht Tage hart trainiert, teilweise im athletischen Bereich.“ Mit einem Opfer: Anton Mansson zog sich während einer Übungseinheit eine starke Bänderdehnung im Fuß zu - Einsatz fraglich. Dabei ist gerade der Hüne besonders motiviert. Zum einen, weil sein Vertrag zum Saisonende in Melsungen ausläuft und der blonde Kreisläufer jede Gelegenheit nutzen will, sein Können zu demonstrieren. Klar, falls ihn die MT nicht mehr braucht, weil er sich von der Spielanlage her mit Felix Danner zu ähnlich ist, will er sich für andere Klubs interessant machen.

Zum anderen, weil Mansson auf einen langjährigen Weggefährten und echten Kumpel trifft: RNL-Rückraumakteur Kim Ekdahl du Rietz. Beide sind 24 Jahre alt. Beide waren Teamkollegen in Lund bei Lugi HF und in diversen schwedischen Auswahlmannschaften.

„Die Löwen sind der Favorit“, meint Anton Mansson, „wir haben nur dann eine Chance, wenn wir ein perfektes Spiel machen.“ Wozu er nicht nur eine stabile Abwehr und einen sicheren Schlussmann zählt, sondern auch die lautstarke Unterstützung der eigenen Anhänger. „Wir brauchen die Begeisterung aller unserer Fans“, erklärt der Kreisspieler, „wenn die alles geben, fällt es uns noch leichter, noch ein paar Prozent mehr zu bringen.“ Dass Mansson in diesem Zusammenhang auch an die Partie gegen Berlin denkt, kommt nicht überraschend.

Von Björn Mahr

Quelle: HNA

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