Auf den Spuren des Vaters

Marc Roedger, Sohn des ehemaligen Kasseler Kapitäns, verstärkt die Huskies

Kehrt in seine Geburtstadt zurück: Marc Roedger.

Kassel. Bei diesem Namen horchen die Eishockey-Fans in der Region auch heute noch auf: Roedger. Peter, Spitzname Roads, war in den 80ern und Anfang der 90er-Jahre Kapitän des EC Kassel.

Nun wird bald wieder ein Roedger das Trikot der ersten Kasseler Eishockey-Mannschaft tragen. Sein Vorname jedoch ist ein anderer: Marc. Der 23-Jährige ist nicht nur der Sohn des Publikumslieblings von einst. Er wurde am 20. Oktober 1987 auch in Kassel geboren. Wenn am 27. Februar die Mainzer Wölfe zum entscheidenden Aufstiegsspiel in der Hessenliga bei den Kassel Huskies antreten, ist auch Marc Roedger dabei. Als einer der eigens für die entscheidenden Partien gegen Mainz und Wiesbaden verpflichteten Neuzugänge.

Der Angreifer möchte die Chance nutzen und sich in seinem Geburtsort für weitere Eishockey-Aufgaben empfehlen. Sein Ziel: Profi. „Allerdings nicht ohne eine ordentliche Berufsausbildung in der Hinterhand zu haben“, erzählt er. Deshalb hat er am College eine als Ausbildung als Polizist absolviert. Am 23. Februar wird er in Kassel erwartet.

Kontakt zu Kollo

„Mein Vater ist immer mit Kollo in Kontakt geblieben“, sagt Roedger. Der Draht zu den Huskies mit ihrem Kapitän Matthias Kolodiezjczak war daher schnell gelegt. „Ich suchte ein Team, die Huskies Mitspieler. Da war die Entscheidung einfach.“ Eine kurzfristige Rückkehr von Papa Peter sei kein Thema gewesen. „Sie haben nur darüber gescherzt“, verrät Marc. Sein Vater sei zwar noch gut in Form, allerdings lasse ihm die Arbeit im eigenen Ferien-Park in Port Elgin kaum Zeit für viel Sport. Dort, im kanadischen Bundesstaat Ontario unweit der Grenze zur USA, lebt Marc derzeit auch. Gemeinsam mit Freundin Jenna zehn Minuten von seinen Eltern Peter und seiner aus Koblenz stammenden Mutter Lydia entfernt. Deutsch geht Marc daher flüssig über die Lippen. Keine schlechte Voraussetzung, denn er will, falls er sich bei den Huskies bewährt, auch in Kassel arbeiten.

Die Liebe zum Eishockey wurde Marc, dessen Onkel Roy Roedger für die deutsche Nationalmannschaft aufs Eis ging, in die Wiege gelegt. „Das ist mir immer zugeflogen“, erzählt er. Als Knirps spielte er mit Alexander und Stefan Heinrich, die nun auch wieder im Kader der Huskies stehen, Straßenhockey. Mit sieben stand Marc erstmals auf dem Eis. Bei Gastspielen in Hügelsheim und beim Oberligisten Selb in den vergangenen Jahren sammelte er bereits Erfahrung in deutschen Eishockey-Ligen. Der Stürmer (98 Kilogramm, 1,93 Meter) liebt seinen Sport. Viermal pro Woche steht er auf dem Eis, spielt für das College-Team, geht häufig ins Fitness-Studio. „Mein Vater sagt, ich spiele Eishockey wie ein Deutscher mit schnellen Pässen und guter Skating-Technik.“

Er ist gespannt auf die Huskies, hat im Internet Videos der bisherigen Spiele gesehen. „Das Generationenteam ist klasse. Ich freue mich darauf, Teil der Mannschaft zu sein.“ Noch steht nicht fest, welche Nummer er tragen wird. „Meist hatte ich die 22, wie mein Onkel Roy früher. Aber die ist ja bereits vergeben. Deshalb wünsche ich mir die 27.“

Von Michaela Streuff

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare