Duell im europäischen Handball

MT Melsungen im EHF-Pokal: Zidane des Handballs kommt

Kassel. Am Mittwoch spielt die MT Melsungen gegen Fenix Toulouse. Über die erste französische Liga weiß man wenig. Bekannt ist, dass Paris Saint Germain über Handballer der Extraklasse verfügt, unter anderen Nationaltorwart und Ex-Kieler Thierry Omeyer.

Dazu wird sich der eine oder andere an die Glanzzeiten von Montpellier HB erinnern. Aber Fenix Toulouse, das am Mittwoch ab 20.15 Uhr (Rothenbach-Halle) im EHF-Pokalhinspiel bei der MT Melsungen gastiert, ist doch ein eher unbeschriebenes Blatt.

Immerhin trug der Ex-Melsunger Alexandros Vasilakis für einige Monate mal das Fenix-Trikot. Und sonst? Was Sie über die Handballer aus Toulouse wissen sollten.

Die Ikone: Die Gäste beheimaten eine Ikone des französischen Sports: Jerome Fernandez (37 Jahre). „Er ist für den Handball das, was Zinedine Zidane in diesem Land für den Fußball ist“, sagt sein Fenix-Mitspieler Vladimir Osmajic, „sein Alter merkt man ihm nicht an. Er treibt meine Kollegen und mich ständig nach vorn und ist eine echte Führungspersönlichkeit.“

Zinedine Zidane

„Das ist echt krass. Früher habe ich Jerome Fernandez ganz oft im Fernsehen spielen sehen. Nun spiele ich selbst gegen ihn - und das im Europapokal.“

Fernandez spielte nicht nur bei Montpellier, Barcelona und Ciudad Real, sondern versprühte vorübergehend auch in Kiel Torgefahr. Melsungens Nationalspieler Philipp Müller sagt: „Das ist echt krass. Früher habe ich Jerome Fernandez ganz oft im Fernsehen spielen sehen. Nun spiele ich selbst noch mal gegen ihn - und das im Europapokal.“

Die erste Sieben: Zwar ist Fernandez der Kopf der Mannschaft im Aufgebot von Coach Toni Garcia Guerrero, absolut zu beachten ist aber die erste Sieben des Renommierklubs von der Garonne. Neben Fernandez spielen Maxime Gilbert (Mitte) und Valentin Porte (rechts) aus der Equipe Tricolore im Rückraum. In der Auswahl der Franzosen ist auch Torwart Cyril Dumoulin tätig. Auf den Außenpositionen agieren Nemanja Ilic (links) und Jackson Pavade (rechts). Den Kreis besetzt der Slowene Miha Zvizej. Den Angriff beleben auch Danijel Andjelkovic und Vladimir Osmajic.

Der fünfte Tabellenplatz: In der vergangenen Saison qualifizierte sich Toulouse als Tabellenfünfter für das europäische Geschäft. „In diesem Jahr wollen wir einen Schritt nach vorn machen“, erhofft sich Osmajic eine Verbesserung im Klassement. Was gar nicht so leicht ist, wie er feststellt: „Die Liga in Frankreich ist die zweitstärkste nach der Bundesliga.“ Der letzte Auftritt vor der Abreise Richtung Nordhessen war überaus gelungen. Vor heimischer Kulisse wurde der amtierende Meister Dunkerque mit 33:25 klar in die Schranken verwiesen.

Die Anreise: Am heutigen Dienstag fliegt die Mannschaft von Toulouse nach Deutschland. Untergebracht ist sie im Hotel Kloster Haydau in Morschen - dort haben die Melsunger in diesem Jahr ihr Sommerfest veranstaltet. Am späten Nachmittag absolvieren Fernandez und seine Mitstreiter das Abschlusstraining in der Kasseler Rothenbach-Halle. Die Mannschaft von Trainer Michael Roth geht bereits am Vormittag aufs Parkett.

Von Björn Mahr

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare