Bundesliga in der Kasseler Rothenbach-Halle

Melsunger Handballer wieder auf Kurs: 26:21 gegen Minden

Lasse Mikkelsen
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Lenker und Denker bei der MT: Lasse Mikkelsen.

Die kleine Durststrecke ist beendet. Die MT Melsungen hat nach zwei Niederlagen in Folge nun gegen GWD Minden 26:21 (15:12) gewonnen und damit den wichtigen fünften Rang gefestigt.

Der Beginn war für die Nordhessen alles andere als erfreulich. 0:3 nach vier Minuten. Vor einer Woche hatten die Melsunger bei der 24:25-Niederlage in Wuppertal gegen den Bergischen HC ganz anders losgelegt: mehr Schwung, mehr Energie. Ein bisschen Anfangsnervosität war bei den Gastgebern nach zwei unnötigen Niederlagen spürbar. Doch nach zehn Minuten kam die MT auf - endlich. Bis zur 17. Minute hatte sie aus einem Drei-Tore-Rückstand eine Zwei-Tore-Führung gemacht. Vor allem dank Spielmacher Lasse Mikkelsen und Kreisläufer Felix Danner, die die Grün-Weißen wiederholt überwanden. Dabei kam es den Hausherren entgegen, dass Mindens Toptorwart Espen Christensen (Muskelfaserriss) verletzt fehlte. So lag die Hoffnung der Ostwestfalen fast komplett auf Nummer zwei Kim Sonne Hansen. Und dieser bekam weniger zu fassen als Melsungens Nebojsa Simic, dafür aber früh zwei Bälle unglücklich ins Gesicht - erst von Michael Müller, dann von Simon Birkefeldt.

Ja, der Däne, zuletzt wenig berücksichtigt, bekam von Trainer Heiko Grimm vor 3816 Zuschauern mal wieder eine Chance und machte seine Sache ganz ordentlich. Zudem durfte Timm Schneider teilweise anstelle des diesmal eher glücklosen Roman Sidorowicz ran. Zum Ende des ersten Durchgangs hatte die MT die Partie recht gut im Griff (15:11, 29. Minute).

Heimspiel in der Rothenbachhalle: Melsungen besiegt Minden

Dieser positive Eindruck bestätigte sich auch kurz nach dem Wechsel. Von 16:13 setzten sich die Melsunger bis auf 20:13 ab - durch Treffer von Yves Kunkel, Tobias Reichmann (2) und Birkefeldt. Ärgerlich nur, dass die Melsunger danach den Gast wieder auf 17:20 herankommen ließen. Der junge Christensen-Ersatz Leon Grabenstein nahm der MT einige Würfe weg. 

Die Melsunger konnten sich bei Simic bedanken, dass es nicht enger wurde. Insbesondere bei Würfen aus der Distanz und von Außen war der Montenegriner schwer zu überwinden, profitierte aber auch von aggressiven Vorderleuten. Die Deckung um Finn Lemke stand über weite Strecken sicher. Nach dem 25:21 durch Sidorowicz (59.), der erste Treffer des Schweizers an diesem Abend, war die Begegnung praktisch entschieden. Den Schlusspunkt zum 26:21 setzte Kreisläufer Marino Maric. 

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