MT spricht Trainer Zinglersen Vertrauen aus, Roth kein Thema – Wirbel um Allendorf-Wechsel hat sich gelegt

Melsungen schließt Frieden mit Wetzlar

Michael Allendorf

Melsungen. Der Wirbel um die Personalfragen beim Handball-Bundesligisten MT Melsungen hat sich gelegt. Zum einen ist ein möglicher vorzeitiger Trainerwechsel vom Tisch. Zum anderen bekräftigen die Geschäftsführer der MT und des Liga-Konkurrenten HSG Wetzlar, dass es kein Zerwürfnis zwischen beiden Klubs nach dem Wechsel von Michael Allendorf von der HSG zur MT gegeben habe.

Aber der Reihe nach. MT-Trainer Ryan Zinglersen steht nicht zur Diskussion. „Wir stärken ihm den Rücken“, erklärte MT-Sportchef Alexander Fölker. „Als wir im vergangenen Jahr einen Ersatz für Robert Hedin gesucht haben, bekam er die besten Noten.“ Der Däne hat bei den Nordhessen einen Vertrag bis Juni 2012. Da der HSG Wetzlar vorübergehend eine Insolvenz gedroht hatte, die aber mittlerweile abgewendet ist, war über einen Wechsel von HSG-Coach Michael Roth zur MT spekuliert worden. Doch Roth gab während einer Pressekonferenz des Vereins in dieser Woche ein klares Bekenntnis zu seinem aktuellen Arbeitgeber. Er bestätigte, dass er seinen Vertrag (bis 30. Juni 2011) erfüllen werde.

Auch der Fall Allendorf ist geklärt. „Ich habe nicht den Eindruck, als gäbe es ein Zerwürfnis“, sagt Claus Schiffner, Geschäftsführer der Melsunger. Nachdem die MT in der Vorwoche die Verpflichtung des HSG-Linksaußen Allendorf vermeldet hatte, zeigten sich die Wetzlarer verärgert. Vor dem Hintergrund, dass Allendorf im Januar dem mittelhessischen Erstligisten bereits mündlich für die kommenden beiden Spielzeiten zugesagt haben soll.

Pressemitteilung zu früh raus

„Die damalige Pressemitteilung der HSG ging zu früh raus, obwohl wir uns bei zwei, drei Details noch nicht einig waren“, erklärte der gebürtige Heppenheimer dazu. Da kein Vertrag zustande kam, verhandelte der frühere Wallauer mit Melsungen - und erzielte Einigung über einen Vertrag bis zum 30. Juni 2012. „Reisende soll man nicht aufhalten“, sagte HSG-Geschäftsführer Sascha Schnobrich nach zwei Gesprächen mit seinem MT-Kollegen Schiffner. Bei Allendorf habe er (Schnobrich) den Fehler gemacht, dass er sich auf dessen Wort verlassen habe. Der Spieler, der beim Heimspiel der HSG am vergangenen Samstag gegen Minden mit Pfiffen empfangen wurde, wechselt nun im Sommer ablösefrei an die Fulda und ersetzt dort Daniel Tellander.

Tellander muss gehen

Der Kontrakt mit dem Schweden wird nicht verlängert. Jetzt ist der 26-Jährige auf der Suche nach einem neuen Klub. Nicht gesagt, dass er in seine Heimat zurückkehrt. Auch ein Engagement in Deutschland kann er sich vorstellen. „Ich strebe zunächst einen guten Abschluss bei der MT an“, sagt Tellander.

Beim Sieg in Balingen hinterließ der Skandinavier einen guten Eindruck. Auch deshalb, weil die Außen endlich einmal mehr eingesetzt wurden. „Durch das Spiel in die Breite hatten wir mehr Platz in der Mitte“, betont Tellander. Er hofft auf eine Fortsetzung am Samstag, wenn die MT den TV Großwallstadt empfängt (19 Uhr, Rothenbach-Halle Kassel). Fotos:  dpa

Von Björn Mahr

Quelle: HNA

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