Melsunger Bundesliga-Handballer verlieren bei den Füchsen mit 21:33

MT Melsungen geht mit 21:33 in Berlin unter

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In die Knie gezwungen: Der Melsunger Savas Karipidis hatte gestern nicht oft Grund zur Freude.

Berlin. Die Auswärtspartie der MT Melsungen bei den Füchsen Berlin endete in einem Debakel. Mit 21:33 (9:17) ging das Team von Michael Roth trotz Karipidis-Comeback in der Hauptstadt unter, dem Trainer fehlten auf nahezu allen Positionen die personellen Alternativen.

Die Europameisterschafts-Pause bis Ende Januar kommt für die MT Melsungen gerade richtig. Unter der Woche verschärften sich die personellen Probleme der Hessen weiter, gerade einmal neun Feldspieler hatten die Reise nach Berlin angetreten. Darunter neben dem schon länger geschonten Savas Karipidis auch der von seiner Grippe gezeichnete Michael Schweikardt.

Wieder einmal musste Trainer Michael Roth improvisieren, als Spielmacher agierte Nenad Vuckovic auf der für ihn ungewohnten Position. Bei der Wahl des Torhüters hatte Roth ein glückliches Händchen, Per Sandström verhinderte im ersten Durchgang einen höheren Rückstand. Acht Tore beim 9:17 zur Pause waren dennoch schmerzlich, nur bis zum 3:3 war das Spiel ausgeglichen. Während Füchse-Coach Dagur Sigurdsson auf nahezu allen Positionen durchwechselte, musste Roth bereits vor der Pause auf den angeschlagenen Schweikardt zurückgreifen.

Berliner Abwehrbollwerk

Dabei wehrten sich die Gäste nach Kräften, fanden aber keine Lücken im Berliner Abwehrbollwerk. Als Christian Zufelde in der 15. Minute dann die erste Zeitstrafe kassierte, nutzten die Hausherren ihre Überzahl um auf fünf Tore zu enteilen.

Bereits zu Beginn des zweiten Durchgangs schwanden dann bei den wenigen Melsunger Akteuren die Kräfte. Immer wieder rannten sie ins passive Spiel und kamen in der Abwehr einen Schritt zu spät. Selbst in Überzahl konnten sie Treffer von Sellin und Nincevic von außen nicht unterbinden, die zudem jeden Ballgewinn in der Abwehr mit schnellen Gegenstößen bestraften. Der in der Pause eingewechselte Torhüter Mario Kelentric war zwar im Stellungsspiel sicher, bei den Gegenstößen dann aber machtlos.

Schnell geriet die MT mit zehn Toren in Rückstand und Übungsleiter Roth musste seinen letzten Joker ziehen. So kam dann Savas Karipidis doch noch zum Einsatz und bot eine weitere personelle Alternative. Der Grieche kam zwar am Ende auf 3/2 Treffer, eine Wende konnte er dem Spiel nicht verpassen.

Geschenke hatten die Füchse Berlin am 2. Weihnachtsfeiertag dann allerdings nicht zu verteilen. Konsequent zogen sie ihr Spiel durch, bestraften jeden Melsunger Fehler und bauten ihren Vorsprung auf bis zu 13 Tore aus. Dabei konnte Berlins Trainer nicht nur aus dem Vollen schöpfen, er konnte es sich gegen die schwächelnden Melsunger auch erlauben, im zweiten Durchgang seinen Leistungsträgern große Pausen zu gönnen. Für die MT Melsungen kommt die anstehende Pause genau zum richtigen Zeitpunkt.

Von Ronald Maier

Quelle: HNA

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