Samstag gegen Wetzlar, Mittwoch gegen Toulouse

Melsunger Handballer vor aufregenden Tagen: Erst Derby, dann Europapokal

Die Hände zum Himmel: Die Melsunger Handballer wie Patrik Fahlgren (links) und Philipp Müller freuen sich auf zwei Saison-Höhepunkte innerhalb einer Woche. Archivfoto: Fischer

Kassel. Nur noch wenige Tage, dann wird Nordhessen europäisch. Die Bundesliga-Handballer der MT Melsungen starten im EHF-Pokal und empfangen am kommenden Mittwoch den französischen Verein Fenix Toulouse.

Karten-Info

Wer am Mittwochabend in Kassel hautnah dabei sein und den Spitzenklub aus Südfrankreich live erleben will, der kann sich dafür noch Karten sichern. Es gibt noch Tickets in ausreichender Stückzahl für alle Kategorien.

Erhältlich sind diese in den Shops in Melsungen (Mühlenstraße 14, MT-Geschäftsstelle), in Kassel (Treppenstraße 1, GrimmHeimat NordHessen, und Friedrichsplatz, FanPoint) sowie in Lohfelden (Hauptstraße 49, Sporthaus Solms).

Eine Sitzplatzkarte kostet zwischen 23 und 30 Euro. Für einen Stehplatz bezahlt man 12 Euro (Schüler und Studenten 10, Jugendliche 7 Euro).

Außergewöhnlich, besonders, überragend – für den Start der MT Melsungen im Europapokal lässt sich eine Reihe an Attributen finden. Schließlich sind die Bundesliga-Handballer die erste nordhessische Mannschaft seit den Kassel Huskies 1997, die an einem internationalen Wettbewerb in einer etablierten Sportart teilnehmen. Für diesen Umstand findet Arnd Kauffeld eine sehr treffende Umschreibung. Der Trainer des Handball-Oberligisten ESG Gensungen/Felsberg sagt dazu: „Eine sensationelle Geschichte.“

Kein Wunder, dass die Region diesem Ereignis entgegenfiebert. Am kommenden Mittwoch (1.10.) gastiert Fenix Toulouse ab 20.15 Uhr in der Kasseler Rothenbach-Halle. Es ist das Hinspiel der zweiten Qualifikationsrunde im EHF-Pokal, präsentiert wird es von der HNA.

Am 19. Oktober muss die Mannschaft von Trainer Michael Roth dann im Palais des Sports von Toulouse antreten. Schafft die MT diese Hürde, bestreitet sie in der dritten Qualifikationsrunde ebenfalls Hin- und Rückspiel gegen einen weiteren Gegner. Kommen die Nordhessen abermals weiter, beginnt Anfang des nächsten Jahres die Gruppenphase.

Aber erst einmal richtet sich der Blick auf Toulouse und den kommenden Mittwoch. Dass diese Begegnung auch für die Melsunger Spieler etwas Besonderes ist, liegt auf der Hand. Der EHF-Cup ist sei eine ganz neue Erfahrung, sagt MT-Außen Christian Hildebrand: „Klar, dass die Vorfreude darauf groß ist.“ Und auch Melsungens Trainer Michael Roth weiß um die Bedeutung dieser Begegnung: „Das ist etwas ganz Besonderes.“

Im gleichen Atemzug, wie er dem ersten internationalen Auftritt mit dem Klub aus der Fuldastadt entgegenfiebert, weist er auf die Schwere der Aufgabe hin, die mit der HSG Wetzlar am Samstag (27.9.) ab 15 Uhr in der Kasseler Rothenbach-Halle wartet. „Wetzlar ist eine richtig gute Bundesliga-Mannschaft geworden“, betont der Trainerfuchs, „sie kann immer ein paar Ausrufezeichen setzen.“ Schon wegen einer Hintermannschaft, in der mit Carlos Prieto, Jens Tiedtke, Kristian Bliznac und dem früheren Eisenacher Evars Klesniks hervorragende Verteidiger ihren Dienst versehen. Und Torwart Andreas Wolff war beim jüngsten Lehrgang der deutschen Nationalmannschaft der zweite Mann hinter Silvio Heinevetter. (Bericht zum Spiel)

Umso besser, dass Roth vor dem Prestigeduell mit dem Tabellennachbarn alle Mann an Bord hat und „ein paar wichtige Dinge trainieren konnte“. Speziell für die Offensivabteilung, die zuletzt schwächelte und in der Besetzung mit Patrik Fahlgren, Michael und Philipp Müller, Felix Danner sowie den Außen Michael Allendorf und Johannes Sellin nun mehr Gefahr versprühen soll - situationsbedingt etwa unterstützt durch Momir Rnic und Marino Maric. Um für einen gelungenen Start in eine außergewöhnliche Woche zu sorgen.

Von Robin Lipke und Björn Mahr

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Von beiden Spielen - Wetzlar und Toulouse - berichten wir live und in voller Länge auf Radio HNA. Und auch auf Kassel-live finden Sie Informationen rund um die Spiele.

Quelle: HNA

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