Endlich auch gegen einen direkten Konkurrenten

Mogge auf Durna, Durna auf Mogge: KSV Hessen feiert ganz wichtigen 2:1-Sieg in Walldorf

Serkan Durna.
+
Ein Bild aus dem März 2020: Serkan Durna.

Na also Löwen, es geht doch! Bei Astoria Walldorf gelang dem Fußball-Regionalligisten ein immens wichtiger 2:1 (2:0)-Erfolg und damit auch ein riesiger Schritt Richtung Klassenerhalt.

Walldorf – Und endlich, ja endlich legte der KSV auch mal bei einem direkten Abstiegskonkurrenten nach, gewann nach dem Heimsieg am vergangenen Wochenende gegen den FSV Frankfurt nun auch auswärts das zweite Spiel in Folge.

Vor dem Anpfiff im Dietmar-Hopp-Sportpark gab es gute und schlechte Nachrichten. Torhüter Nicolas Gröteke, der gegen Frankfurt mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung ausgewechselt werden musste, war wieder dabei. Angreifer Sebastian Schmeer war dagegen mit Oberschenkelproblemen in Kassel geblieben. Trainer Tobias Damm tauschte gegen das Team um den Ex-Löwen Nico Hammann im Vergleich zur Vorwoche nur einmal in der Startelf. Kapitän Frederic Brill kehrte nach abgesessener Gelbsperre zurück, dafür musste Aram Kahraman auf die Bank. Der 20 Jahre alte Serkan Durna stand somit wie schon gegen den FSV von Beginn an auf dem Rasen. Eine gute Entscheidung – wie sich zeigen sollte.

Die Anfangsphase dieser Partie verlief schleppend, abwartend, ohne größere Tormöglichkeiten. Für beide Teams stand ja auch viel auf dem Spiel. Für die Heimmannschaft, die vor dieser Partie vier Punkte Rückstand auf den KSV hatte, wohl noch mehr. Die erste kleinere Möglichkeit hatte dann die Mannschaft von Astoria Walldorf: Nach einem Foul von Nael Najjar auf der linken Seite kam der anschließende Freistoß flach aufs Tor. Gröteke wehrte mit den Beinen ab (22.).

Als der KSV dann das erste Mal gefährlich vors gegnerische Tor kam, da lag der Ball dann auch gleich im Netz. Jon Mogge setzte sich stark auf der linken Seite durch, zog im Strafraum am Gegenspieler vorbei und legte quer. Auf? Genau, Serkan Durna. Für den Mittelfeldspieler war es beim zweiten Startelfeinsatz in der Regionalliga sein erstes Tor. Er musste nur noch den Fuß hinhalten (25.).

Richtig schön wurde es dann 13 Minuten später. Einen Pass im Zentrum spielte Brill direkt weiter auf Durna. Der hatte Platz auf der rechten Seite und machte es dieses Mal andersherum: quergelegt auf Mogge, 2:0. Die Löwen hatten jetzt alles im Griff, hielten Walldorf weit vom eigenen Tor weg. Kurz vor der Pause hatte Saglik dann sogar noch die Chance auf den dritten Treffer. Der Torjäger schlug aber vielleicht einen Haken zu viel, sein Versuch wurde schließlich geblockt.

Bis zur Halbzeit sah es so aus, als könnten die Löwen mal einen etwas entspannteren Nachmittag verleben. Doch in der 52. Minute war es mit der Ruhe dann vorbei. Nach einer Ecke brachte Roman Hauk die Gastgeber per Kopf zurück ins Spiel (52.). Da waren Parallelen zur Partie gegen den FSV zu erkennen – auch vor einer Woche hätte der KSV kurz vor der Pause das 3:0 machen können – und kassierte nach dem Seitenwechsel nach einer Ecke den Anschlusstreffer.

Jetzt wurde es ein richtig packendes Duell. Walldorf drückte, die Löwen konterten. Serkan Durna hätte frei vor Nicolas Kristof das 3:1 machen können (62.), kam aber am Schlussmann nicht vorbei. Kristof rettete auch sechs Minuten später in höchster Not, als der eingewechselte Lukas Iksal versuchte, ihn zu umkurven. In der 73. Minute klärte dann Hammann gegen Saglik. Vergleichbare Chancen boten sich den Gastgebern trotz ihrer Druckphase nicht. Nico Hillenbrand hatte mit einem Volleyschuss noch die beste Möglichkeit (70.).

Das Spiel nach vorn des KSV wurde aber immer unsauberer, die Kraft ließ nach. Das Zittern nahm kein Ende. Vier Minuten Nachspielzeit. Alban Meha allein auf dem Weg zum Tor. Links vorbei. Walldorf? Aktiv, aber nicht gefährlich. Und dann war endlich Schluss. Walldorfs Spieler verließen schnell den Rasen. Der KSV feierte. Drei ganz wichtige Punkte. (Maximilian Bülau)

Walldorf: Kristof - Goß, Hauk, Hammann - Hillenbrand, Nag (83. Waack), Schön (46. Groß), Fahrenholz, Weik - Singer (46. Jahn), Burgio

Kassel: Gröteke - Merle, Urban, Nennhuber, Najjar - Brill - Mogge (69. Pichinot), Bravo Sanchez, Meha, Durna (63. Iksal) - Saglik (87. Kahraman)

SR: Prigan (Deizisau)

Tore: 0:1 Durna (25.), 0:2 Mogge (38.), 1:2 Hauk (52.)

Gelbe Karten: Schön, Singer, Nag, Hillenbrand / Najjar

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare