Torwart Sandström trifft auf seine alten Kollegen

Handball-Bundesliga: MT prüft den Meister Hamburg

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Spaßvögel unter sich: MT-Torwart Per Sandström (rechts) trifft am Mittwochabend auf seinen ehemaligen Kollegen Pascal Hens.

Kassel / Hamburg. Die einen hatten ein paar Tage komplett frei und ließen die Seele baumeln. Der Lohn dafür, dass sie im April so gut punkteten. Die anderen absolvierten in der spielfreien Woche der Bundesliga ein Trainingslager in Ischgl in Österreich.

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Was allerdings nicht wirklich überrascht, weil die Handballer der MT Melsungen mittlerweile aller Sorgen ledig, die des HSV Hamburg aber noch eine durchwachsene Saison einigermaßen erfolgreich abschließen können.

Sofern die Hanseaten am kommenden Wochenende beim Final-Four-Pokalturnier vor heimischer Kulisse die einzige verbliebene Chance auf einen Titel nutzen und in der Liga die direkte Qualifikation zur Königsklasse packen. Dazu ist ein Sieg am Mittwoch (ab 19.45 Uhr) in der Kasseler Rothenbach-Halle gegen Melsungen absolute Pflicht.

„Ich erwarte einen sehr konzentrierten Gegner“, weiß MT-Trainer Michael Roth um die Schwere der kommenden Aufgabe. Und mag nicht daran glauben, dass sich die Schützlinge seines Kumpels Martin Schwalb drei Tage vor dem Halbfinale gegen den THW Kiel schonen könnten: „Die wollen sich Selbstvertrauen für den Pokal holen.“

Wie schon beim Hessen-Derby vor eineinhalb Wochen in Wetzlar (26:25-Sieg) sind die Nordhessen wieder in der komfortablen Situation, dass sie gewinnen wollen, der Kontrahent allerdings gewinnen muss. Da sich Michael Roth für das Gastspiel des amtierenden Deutschen Meisters zunächst einmal nicht allzu viel ausrechnet, plant er auch nicht mit einem Einsatz von Kapitän Nenad Vuckovic (noch angeschlagen). Selbst wenn der Halblinke, gestern von einer ärztlichen Untersuchung aus Serbien zurückgekehrt, wieder einigermaßen fit sein sollte. Für den Rest der Runde ausfallen wird definitiv Linksaußen Michael Allendorf (Mittelhandbruch).

„Hamburg hat eine sehr gute Mannschaft. Es muss bei uns schon alles funktionieren, wenn wir den HSV bezwingen wollen“, sagt MT-Schlussmann Per Sandström. Und der muss es wissen, war er doch bis zum vergangenen Sommer ein Teil des so erfolgreichen Teams und bildete zusammen mit dem in dieser Saison langzeitverletzten Johannes Bitter ein starkes Gespann zwischen den Pfosten. „Ich bin vor dieser Partie genauso motiviert wie vor jeder anderen Begegnung“, erklärt der 31 Jahre alte Schwede - und hofft, seinen Vorderleuten den nötigen Rückhalt geben zu können. Also auch schier unhaltbare Bälle von den ehemaligen Kollegen Domagoj Duvnjak, Pascal Hens, Blazenko Lackovic, Marcin Lijewski und Co. entschärfen zu können.

Noch mindestens zwei Siege streben die Melsunger aus den fünf verbleibenden Begegnungen an. Nach den Erfolgen im April gegen Großwallstadt und Wetzlar gab Roth seinen Mannen zwei Tage Sonderurlaub. Und was gibt es bei einer Überraschung gegen Hamburg? Roth schmunzelnd: „Erst mal nur zwei Punkte und die Siegprämie.“

Von Björn Mahr

Quelle: HNA

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