Melsunger Handballer

MT kann es auch über außen und siegt 30:25

Handball Testspiel MT Melsungen - VfL Gummersbach 30:25; Rothenbach-Halle Kassel, , Viermal für die MT erfolgreich: Rechtsaußen Tobias Reichmann (links, hier gegen Gummersbachs Vidarsson).
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Viermal für die MT erfolgreich: Tobias Reichmann (links, hier gegen Gummersbachs Vidarsson).

Die MT Melsungen hat mal wieder das Spiel über die Außen für sich entdeckt und ein Testspiel gegen den VfL Gummersbach 30:25 (14:10) gewonnen.

Kassel - Gegen den Altmeister beeindruckte der nordhessische Handball-Bundesligist mit zahlreichen Treffern von den Außenpositionen und bestätigte in der ersten Hälfte den Trend der vergangenen Vorbereitungsspiele: Die MT hielt ihren Kontrahenten bei lediglich zehn Gegentreffern.

Das einzige Ärgernis war der Einstieg in das Duell mit dem ambitionierten Zweitligisten – und im speziellen die Angriffsleistung. Nur drei eigene Tore bis zur 14. Minute zeigten deutlich, wo die Probleme lagen: im Abschluss. „Anfangs verschießen wir zuviel“, bedauerte Trainer Gudmundur Gudmundsson. Julius Kühn gelang gegen seinen Ex-Klub erst mit dem dritten Versuch der erste Treffer. Gudmundsson nahm den Nationalspieler früh für Youngster Ole Pregler vom Feld.

Andererseits steigerten sich die Gastgeber, bei denen Felix Danner (Migräne) kurzfristig fehlte, nach einer Viertelstunde. Erfreulich: das Spiel über die Außenpositionen – sonst nicht unbedingt eine Stärke der Nordhessen. Fast schien es, als wollte es die MT ohne den verletzten Linksaußen Michael Allendorf besonders gut machen. Die Außen Yves Kunkel und Tobias Reichmann wurden oft gesucht und zumeist herrlich freigespielt – solche Aktionen möchten die Melsunger Fans viel öfter und natürlich auch gern beim Bundesliga-Saisonstart am 4. Oktober in Balingen sehen.

„Wir stehen jetzt in der Abwehr besser. Dadurch bekommen wir mehr Tempogegenstöße“, erklärte Reichmann, „wir lassen auch insgesamt den Ball besser laufen.“

Im Verlauf des ersten Durchgangs ersetzte Domagoj Pavlovic beim Geisterspiel den Dänen Lasse Mikkelsen auf der Mitte-Position. Was der eigenen Durchschlagskraft offenkundig zuträglich war. So wie beispielsweise Kai Häfner im Sprung für Marino Maric (20., 9:7) auflegte – aller Ehren wert.

Melsungen bekam die Begegnung immer besser in den Griff. Kein Wunder also, dass der Vorsprung nach der Pause weiter anwuchs: Pavlovic und Timo Kastening stellten auf 16:10. Die Abwehr um Finn Lemke und Arnar Freyr Arnarsson stand trotz einiger Gegentreffer von Janko Bozovic weitgehend stabil. Und weil Schlussmann Nebojsa Simic nach seiner Hereinnahme zur Pause einige spektakuläre Paraden einstreute, hieß es in der 42. Minute 21:14 – Torschütze Kastening. In der zweiten Hälfte lief es dann auch bei Kühn besser.

Gudmundsson nutzte den Test intensiv dafür, um beim Umschalten von Angriff auf Abwehr doppelt zu wechseln: „Mir war es wichtig zu sehen, wie schnell kommen wir zurück.“ Über weite Strecken klappte der Tausch gut: Arnarsson und Lemke rein, Maric und Pavlovic beziehungsweise Mikkelsen raus.

Der letzte Härtetest vor dem Rundenstart wartet auf die MT am Samstag ab 15 Uhr in Kassel gegen den Ligarivalen TVB Stuttgart.
Von Björn Mahr

Statistik

MT Melsungen: Heinevetter, Simic (ab 31.) - Maric 4, Kühn 4, Lemke, Reichmann 4/1, Kunkel 6, Mikkelsen, Arnarsson, Beekmann, Pregler 1, Salger, Häfner 2, Kastening 7/1, Pavlovic 2.

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