MT-Profis bei der Handball-EM

Melsunger Torwart Nebojsa Simic lässt Montenegro jubeln

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Stark: Nebojsa Simic.

Bei der Handball-EM waren die ausländischen Nationalspieler der MT Melsungen erfolgreich. Allen voran der als bester Spieler geehrte Torwart Nebojsa Simic aus Montenegro.

Am Sonntag ließ es Nebojsa Simic etwas entspannter angehen. In den Mittagsstunden saß der Handball-Torwart von der MT Melsungen mit einigen montenegrinischen Nationalmannschaftskollegen in einem Café im österreichischen EM-Spielort Graz. „Heute haben wir ein bisschen Ruhe“, sagte der 26-Jährige.

Am Vorabend sah es noch ganz anders aus. Zum ersten Mal in der Handball-Geschichte gelang der Auswahl Montenegros ein Sieg bei einer Europameisterschaft – 22:21 gegen den Nachbarn aus Serbien. Simic wurde wie schon beim sensationellen Erfolg in der EM-Qualifikation gegen Weltmeister Dänemark zum gefeierten Mann. Elf Bälle parierte der MT-Schlussmann. Dafür wurde er vom Veranstalter zum Spieler des Spiels gekürt. Einen Preis erhält er dafür aber nicht. Stattdessen wird für sauberes Wasser für Kinder in Äthiopien gespendet.

Speziell in der letzten Viertelstunde zeichnete sich Simic aus. So nahm er den Serben vier, fünf freie Würfe weg. Das reichte für diesen historischen Erfolg, der in seiner Heimat große Begeisterung auslöste. „Wir haben viele Videos gesehen. Die Menschen haben uns mit Autokorsos und Hupkonzerten gefeiert“, berichtete die Nummer eins der Montenegriner.

Roman Sidorowicz war mit der Schweiz siegreich

Nun besitzen er und seine Teamkollegen die große Chance, die Hauptrunde in Österreichs Hauptstadt Wien zu erreichen. „Wir wollen unbedingt mehr“, sagt Simic. Dazu muss aber heute ab 18.15 Uhr (im Livestream bei Sportdeutschland.tv) gegen Weißrussland ein weiterer Sieg her. Beide Teams stehen zurzeit bei 2:2 Punkten. Bei den Weißrussen mischt der frühere Melsunger Linksaußen Ivan Brouko (mittlerweile 39 Jahre alt) noch mit.

Ein MT-Profi kann indes mit seinem Team schon für die Zwischenrunde planen. Kreisläufer Marino Maric setzte sich mit den Kroaten ungefährdet 31:23 gegen Weißrussland durch. Maric trug zwei Tore bei. Zum Auftakt gegen Montenegro hatte Maric viermal getroffen. „Darüber werden wir aber noch mal reden müssen, wenn wir in Melsungen zusammen trainieren“, sagt Simic.

Den ersten Erfolg bei diesem Turnier bejubelte MT-Rückraumakteur Roman Sidorowicz am Sonntagnachmittag mit dem Schweizer Team: 31:24 gegen Polen. Immerhin drei Treffer warf der Rechtshänder. Überragender Mann bei den Eidgenossen war allerdings Spielmacher Andy Schmid von den Rhein-Neckar Löwen mit 15 Toren. Die Schweizer dürfen nun ebenfalls vom Einzug in die Hauptrunde träumen. Am Dienstag geht es gegen die starken Slowenen. 

Das deutsche Team muss sich bei der Handball-EM gegen Lettland deutlich steigern.

Quelle: HNA

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