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Zweites Heimspiel, erste Heimpleite: MT Melsungen unterliegt TSV Hannover-Burgdorf 28:31

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Von: Björn Mahr

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Enttäuscht am Boden: Melsungens Andre Gomes und die MT kassierten eine bittere Saison-Heimniederlage.
Enttäuscht am Boden: Melsungens Andre Gomes und die MT kassierten eine bittere Saison-Heimniederlage. © Dieter Schachtschneider

Die Handballer des Bundesligisten MT Melsungen haben das Heimspiel gegen die TSV Hannover-Burgdorf verdient 28:31 verloren.

Kassel – Ernüchterung schon nach dem vierten Spieltag bei der MT Melsungen: Der Handball-Bundesligist musste sich verdient der TSV Hannover-Burgdorf 28:31 (15:17) geschlagen geben. Es war die erste Heimpleite in der noch jungen Spielzeit.

An Rückendeckung mangelte es den Melsungern nicht. 2809 Zuschauer waren beim zweiten Saison-Heimspiel dabei. Zudem drückten hinter der Ersatzbank alle verletzten Akteure die Daumen – also auch Julius Kühn, der nach überstandener OP an Krücken die Rothenbach-Halle betrat. „Ich bin froh, dass ich den Kopf wieder hochnehmen kann“, sagte Kühn.

Über den Start seiner Kollegen ins Spiel dürfte er sich aber nicht gefreut haben. Die MT verschlief die ersten sechs Minuten komplett. „Das war ein katastrophaler Beginn“, ärgerte sich Sportdirektor Michael Allendorf. Oft wird bei den Melsungern das Wort Fokus in den Mund genommen. Voll fokussiert wirkte das Team anfangs nicht. Trainer Roberto Garcia Parrondo betätigte bereits in der sechsten Minute erstmals den Buzzer für die Auszeit. Es war auch höchste Zeit. 0:4 stand es aus MT-Sicht.

Kein Durchkommen: Melsungens Agustin Casado bleibt am starken Hannoveraner Branko Vujovic hängen.
Kein Durchkommen: Melsungens Agustin Casado bleibt am starken Hannoveraner Branko Vujovic hängen. © Dieter Schachtschneider

Danach, und mit der ersten Parade von Nebojsa Simic, der einen Siebenmeter von Marius Steinhauser entschärfte, entschieden sich die Melsunger auch dazu, am Spiel teilzunehmen. Das geschah allerdings immer noch fehlerbehaftet. Zudem stellten die Gäste mit Domenico Ebner den eindeutig besseren Torwart.

Parrondo stellte viel um. Aber vieles blieb Stückwerk. In etlichen Aktionen war Melsungen zu hektisch. Erfreulich allerdings: Youngster Julian Fuchs, der diesmal den Vorzug vor Dimitri Ignatow erhalten hatte, nutzte seine drei Chancen eiskalt. Er brachte die Heimmannschaft immer wieder heran.

Doch die Hannoveraner waren der erwartet unbequeme Gegner. Recken-Coach Christian Prokop hatte sein Team gut auf die MT eingestellt. So gelang es der TSV wiederholt, sich etwas abzusetzen (16:12, 26.). Kurz vor der Pause verkürzten die Melsunger nach Treffern von Rogerio Moraes und Kapitän Kai Häfner aber auf 15:17. Das ließ den Hausherren alle Möglichkeiten für Durchgang zwei.

Besser in die zweite Hälfte fand jedoch der Gast – aufgrund des starken Halbrechten Branko Vujovic und des weiterhin glänzend reagierenden Ebner. Dabei spielte Melsungen kurzzeitig mit zwei Mann mehr. Kurios: Die erste Hinausstellung des Nachmittags war eine Rote Karte gegen Ilija Brozovic nach Foul an Andre Gomes (34.).

Der MT drohte, früh den Anschluss zu verlieren (18:23, 40.). Auch der schon im ersten Abschnitt eingewechselte Adam Morawski stand zunächst klar im Schatten von Ebner. Parrondo ließ mit dem siebten Feldspieler angreifen. Er versuchte es mit David Mandic, am Mittwoch 25 Jahre alt geworden, als vorgezogenen Verteidiger. Sein Team kämpfte. Lange sah es dennoch mies aus.

Erst leichte Tore aus dem schnellen Gegenstoß wie von Agustin Casado (49.), Mandic (50.), Ivan Martinovic (53.), ein entschlossener Vorstoß von Gomes (54., 27:28) sowie die eine oder andere Parade von Morawski brachten die MT noch einmal in die Nähe eines Teilerfolges. Zu mehr reichte es nicht. „Ich bin sehr enttäuscht. Wir haben uns zu viele technische Fehler geleistet“, sagte Kreisläufer Arnar Freyr Arnarsson. Mit dem 31:28 durch Hannovers Spielmacher Jonathan Edvardsson war die erste Saison-Heimniederlage besiegelt. (Björn Mahr)

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