Bundesligist absolviert Trainingslager in Bremen

Melsungens Handball-Profi Finn Lemke und seine Heimat

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Im Weserstadion: Finn Lemke.

Seit dem 7. August weilt Handball-Bundesligist Melsungen in Bremen. Das viertägige Trainingslager der MT ist für Kapitän Finn Lemke auch eine Rückkehr in die Heimat.

„Ich freue mich riesig, ich war in der letzten Zeit sehr selten zu Hause“, erklärt der 27-Jährige. Am Wochenende spielt er mit den ambitionierten Nordhessen beim dextra-FM-Cup in der ÖVB-Arena. Wir blicken mit dem Nationalspieler auf „sein“ Bremen.

Die Wurzeln

Lemke kam am 30. April 1992 in Bremen zur Welt. Aufgewachsen ist der mittlerweile 2,10 m große Handball-Profi allerdings in Schwanewede – im Landkreis Osterholz. In der nordwestlich von Bremen gelegenen Gemeinde leben noch die Eltern und Großeltern.

Lemkes Heimatklub ist die HSG Schwanewede/Neuenkirchen. Dort fing er mit dem Handball an. Genauso wie seine Brüder Torben und Jari, wobei der eine älter, der andere jünger ist. Die beiden sind allerdings ebenfalls so groß, dass sie im Stehen auf die Latte eines Handball-Tores blicken können, ohne ihre Nackenwirbel strapazieren zu müssen. Jari Lemke (22) steht beim TBV Lemgo unter Vertrag.

Die Stadt Bremen

Sein Abitur baute Finn Lemke im Schulzentrum Blumenthal an der Eggestedter Straße. Wie es sich für einen waschechten Bremer gehört, hängt sein Herz in der Fußball-Bundesliga an der Werder-Elf. Er war schon oft als Zuschauer in der Arena vor dem Osterdeich, die mittlerweile den Namen Wohninvest-Weserstadion trägt.

Wenn sich Lemke und seine Melsunger Teamkollegen am Samstagabend von den Strapazen des ersten Turniertages erholen, wird Lemke die Zwischenstände aus Delmenhorst im Blick haben. Dort gastieren die Grün-Weißen zum Auftakt des DFB-Pokalwettbewerbs.

Der Stadtführer

Melsungens Trainer Heiko Grimm wird am Freitag mit seiner Mannschaft lediglich in den Morgenstunden trainieren. Der Nachmittag ist zur freien Verfügung. „Ich bin sofort bereit, meinen Jungs etwas von der Stadt zu zeigen – wenn sie denn Lust dazu haben“, erklärt Lemke. Dabei würde er seine Mannschaft nicht nur zum Rathausplatz und den Bremer Stadtmusikanten führen. „Am liebsten bin ich an der Weser“, betont der 27-Jährige. Bremer werden wissen, was Lemke meint, wenn er von einem Spaziergang entlang der Schlachte spricht.

Die Rückkehr

Man könnte ja vermuten, der Hüne hätte als Handball-Profi schon häufiger in Bremen gespielt – wegen der Nationalmannschaft und wegen des Erima-Cups, der inzwischen durch den dextra-FM-Cup ersetzt worden ist. Doch weit gefehlt. Erst einmal nahm er am Turnier teil, der zweite Versuch scheiterte verletzungsbedingt. Für den Auftritt in der EM-Qualifikation im Juni 2017 gegen die Schweiz musste er ebenfalls absagen. Und als er mit der MT im selben Jahr im Bremer Stadtteil Lesum gastierte, konnte er nur zuschauen. Lemke sagt: „Ich hoffe, dass mir keine besondere Rolle zukommt, sondern dass die Bremer Zuschauer unser ganzes Team kräftig unterstützen werden.“

Quelle: HNA

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