Trainer schürt Konkurrenzkampf

Nach 0:1 in Nöttingen: Verärgerter Mink spricht von Egoismen

Kassel. Nach dem 0:1 in Nöttingen und der zweiten Niederlage in Folge gegen einen Tabellenletzten hat sich Matthias Mink, Trainer des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel, verärgert über die Leistung seiner Mannschaft gezeigt.

Mink, ansonsten mit öffentlicher Kritik an seinem Team eher zurückhaltend, sagte am Samstagmittag gegenüber unserer Zeitung ungewohnt deutlich: „Ja, natürlich bin ich sauer. Wir haben es nun zum zweiten Mal nicht hinbekommen, gegen eine Mannschaft erfolgreich zu sein, die weniger fußballerische Qualität hat als wir. Und mit erfolgreich meine ich noch nicht einmal einen Sieg.“

Mehr noch: Mink nannte als Gründe für die Niederlage nicht nur das schlechte Passspiel seiner Mannschaft und das mangelhafte Spiel nach vorn an, sondern er sprach auch von „Egoismen einiger Spieler“, die dazu beigetragen hätten, dass der KSV in Nöttingen kein Tor erzielte. „So haben wir zu Recht verloren.“

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Alles in allem führte das dazu, dass der KSV noch keine Spitzenmannschaft sei. „Wenn einige Spieler nur 80 oder 90 Prozent geben, reicht es eben nicht.“ Nach dem 1:2 gegen Zweibrücken vor einer Woche im Auestadion ist das 0:1 von Freitagabend die zweite Niederlage in Folge: „Das tut weh“, sagt Mink.

Er will nun auf einen verstärkten Konkurrenzkampf setzen. Gegen Nöttingen brachte er mit Nico Perrey schon einen neuen Innenverteidiger. Steffen Friedrich musste dafür auf der Bank Platz nehmen. „Er war zuletzt etwas wackelig“, sagt Mink, der auf die Breite seines Kaders verweist: Stefan Müller, ein weiterer Innenverteidiger, wird bald wieder fit sein, Shqipon Bektashi hat seine Sperre abgesessen und steht am kommenden Freitag gegen Koblenz wieder zur Verfügung. Der Koreaner Jung durfte in Nöttingen mal wieder 25 Minuten ran – erstmals in dieser Saison.

Will heißen: So wirklich sicher mit einem Platz in der Startelf kann kaum mehr ein Löwe rechnen. Auch damit will Mink sein Team wieder in die Spur bringen. Davon ab: Es ist ja auf einmal auch nicht alles schlecht. In Nöttingen hat Mink einen leidenschaftlich spielenden Tim Philipp Brandner gesehen. Und außerdem: Die Spiele gegen Tabellenletzte sind nun erst einmal vorbei. Der nächste Kontrahent Koblenz ist Tabellenvorletzter.

Von Florian Hagemann

Fotos von der Niederlage

KSV Hessen Kassel gegen FC Nöttingen

Quelle: HNA

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