Beim KSV Hessen gibt es nicht mehr viele Stammplätze – die Konkurrenz ist groß

Die neue Lust am Rotieren

Kassel. Mirko Dickhaut macht es neuerdings ein bisschen wie Thomas Tuchel. Und was Thomas Tuchel, der Fußball-Trainer des Bundesligisten FSV Mainz 05, derzeit anstellt, ist ja sowieso schon mal richtig. Dickhaut, Coach des Regionalligisten KSV Hessen, hat die Lust am Rotieren entdeckt.

Beim 1:1 in Heilbronn gegen Großaspach bekam das Thorsten Bauer zu spüren. Der Torjäger musste zunächst auf der Bank Platz nehmen. Für ihn spielte Mario Pokar. Auch Florian Heussner rückte in die erste Elf – allerdings zwangsläufig, nachdem Außenverteidiger Benjamin Weigelt verletzt ausgefallen war.

So schrumpft die Zahl der Stammspieler. Nach zehn Spieltagen gibt es nur noch drei Akteure des KSV, die alle Partien von Anfang bis Ende absolviert haben: Torhüter Morten Jensen, Kapitän Enrico Gaede und Innenverteidiger Mario Neunaber. Darüber hinaus waren nur noch René Ochs und Tobias Damm jeweils von Beginn an dabei.

Ansonsten ist bei Dickhaut nur noch einer gesetzt: Mittelfeldspieler Andreas Mayer. Er lief nur einmal nicht mit auf, weil er angeschlagen war – in Memmingen. Prompt verloren die Löwen. Der Trainer hat ihm nach dem Sieg gegen Pfullendorf etwas mittlerweile sehr seltenes gegeben: eine Einsatzgarantie. Allerdings schränkte er sofort ein: „Wichtig ist natürlich, dass er keine schlechten Leistungen bringt.“

Dass nach zehn Begegnungen schon 18 Spieler eingesetzt worden sind, ist auch ein Beleg dafür, dass der KSV in der Breite besser aufgestellt ist. Dickhaut weist stets darauf hin, dass er in dieser Saison mehr Möglichkeiten hat, was die Aufstellung angeht.

So kommt es zu mehr Härtefällen. Einer davon ist derzeit Jens Grembowietz, der Innenverteidiger. Nach dem 2:4 in Memmingen verlor er seinen Platz vorerst an Mentor Latifi. Trainer Dickhaut entschied das auch ein bisschen „aus dem Bauch“ heraus“, wie er sagt. Aber eben auch, weil Latifi sich aufdrängte. So ist eine Konkurrenzsituation entstanden, die dem Coach nur recht sein kann. Und die Ersatzspieler müssen hoffen, dass der Trainer fleißig weiter auf die Rotation setzt. (hag)

Quelle: HNA

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