Eishockey-Jugend ringt weiterhin um versprochene Förderung durch die Huskies

Noch keine Einigung in Sicht

Kassel. Der Streit zwischen den Kassel Huskies und der Eishockey-Jugend Kassel (EJK) um nicht gezahlte Förderung geht in die Verlängerung. Auch die neuerliche Verhandlung vor einer Zivilkammer des Kasseler Landgerichts am Donnerstag musste ergebnislos vertagt werden.

„Es ist klar, was dahintersteckt“, grummelte Klägeranwalt Bernd Wagner. „Es soll sich möglichst lange hinziehen.“ So lange nämlich, bis Noch-Huskies-Eigner Rainer Lippe den Laden an seinen designierten Nachfolger Dennis Rossing übergeben habe – und damit aus dem Schneider sei.

Dabei ist auch die EJK selbst nicht ganz unschuldig an den zähen Verhandlungen. Der Verein will eine außergerichtliche Vereinbarung, die den Konflikt schon vor mehr als einem halben Jahr lösen sollte, für nichtig erklären lassen – weil er fürchtet, dabei „aufs Kreuz gelegt“ worden zu sein, wie es Wagner ausdrückte.

Die Eishockey-Jugend fordert nun die Zahlung von insgesamt rund 69 000 Euro. Hintergrund sind Kooperationsverträge, die die Sportmanagement GmbH der Huskies mit dem Nachwuchsverein abgeschlossen hatte. Und von der darin zugesagten finanziellen Förderung sind nach den Berechnungen der Kläger noch etwa 27 000 Euro für die Saison 2008/2009 und 42 000 Euro für die Spielzeit 2005/2006 offen. Der ältere Vertrag wurde noch vom früheren Huskies-Chef Simon Kimm abgeschlossen, und sein Nachfolger Rainer Lippe mag sich dafür nicht in die Pflicht nehmen lassen.

Am Donnerstag ging es unter anderem um eine Rechnung von 374,25 Euro für Schlittschuhe, die die EJK von den Huskies bekommen und – vielleicht – nicht bezahlt hat. Vor allem aber sollte geklärt werden, ob eine Gegenforderung der Management-Gesellschaft berechtigt sein könnte. Die will nämlich kurzerhand Kosten für die Nutzung der Eishalle durch die EJK geltend machen. Und das könnte sich ohne weiteres auf sechsstellige Beträge summieren. Die Eishockey-Jugend beteuert hingegen, dass sie seit 2001 kostenlos in der Halle trainieren durfte. Wer Recht hat, blieb freilich zunächst offen. Simon Kimm, der es wissen müsste, war zur Verhandlung nicht gekommen – aus „gesundheitlichen Gründen“, wie er lapidar mitteilen ließ. Und auch sein Rechtsanwalt tauchte nicht auf.

Wann weiter verhandelt wird, steht noch nicht fest.

Von Joachim Tornau

Quelle: HNA

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