Saale Bulls sind ab 18.30 Uhr Gast der Huskies

Nächster Huskies-Gegner: Ost-Meister Halle kommt nach Kassel

Kassel. Sie sind gewissermaßen Unbekannte für Jamie Bartman, Trainer der Kassel Huskies: die Saale Bulls aus Halle. Denn ohne Videos hat er seine Mannschaft auf den Meister der Oberliga-Ost vorbereitet. Wie gut der Coach seine Schlittenhunde eingestellt hat, zeigt sich am morgigen Sonntag: Ab 18.30 Uhr ist Halle zu Gast in der Kasseler Eissporthalle zur Playoff-Ausscheidung.

Huskies-Trainer Jamie Bartman sagt: „Auf dem Papier sind wir besser. Aber das soll nichts heißen. Ich bin froh, dass wir zunächst zuhause gegen Halle spielen.“ Wir stellen das Team, das die Huskies in der Vorbereitung mit 5:0 vom Eis fegten, einmal genauer vor.

Die Geschichte

Halle ist ein traditionsreicher Eishockey-Standort. Seit den 50er-Jahren, damals noch in der DDR, gehen Spieler dort auf Puckjagd. Im Zuge der Oberliga-Reform 2010/2011 rückte der ESC Halle von der Regional- in die Oberliga-Ost auf. Um sich besser vermarkten zu können, benannte sich der Verein in Mitteldeutscher Eishockey Club Halle 04 um. Der Zusatz Saale Bulls für die das Drittliga-Team blieb schließlich aber trotzdem erhalten.

Die Mannschaft

„Das Team ist vergleichbar mit Duisburg: technisch sehr versiert und läuferisch sehr schnell, allerdings nicht ganz so jung“, weiß Huskies-Sportdirektor Daniel Lammel. Souverän sicherten sich die Saale Bulls die Meisterschaft der Ost-Staffel: Zwölf Punkte lagen sie am Ende vor Leipzig. Allerdings drohen mit Stürmer Alexander Zille und Verteidiger Christian Köllner zwei Stammspieler verletzt auszufallen, die Halle sicherlich schmerzhaft vermissen wird.

Im Blickpunkt

Prunkstück der Hallenser ist die Defensive – vor allem die Torhüter. Robert Wolfermann kassierte nur 28 Gegentore in 15 Spielen, Lukas Steinhauer 19 Treffer in 38 Einsätzen. Nicht verwunderlich, dass er im Sommer zum EHC München in die DEL wechselt. Insgesamt kassierte Halle in 32 Spielen nur 73 Gegentore. Zum Vergleich: Leipzig kassierte 112. Aufpassen müssen die Huskies auf Stürmer Troy Bigam (36). Der Kanadier mit deutschem Pass gilt als torgefährliche „Allzweckwaffe“. (mis)

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