Keine Huskies-Treffer im Testspiel gegen Augsburg

Saisoneröffnung bei den Huskies: Herzlicher Empfang und ein 0:6 im Test

+
Zwei Hauptdarsteller im Huskies-Team: Torhüter Marcel Melichercik (links) und Ex-Panther und Rückkehrer Derek Dinger.

Sogar der Wettergott spielt mit. Die Sonne scheint bei der Saisoneröffnung der Kassel Huskies am Sonntag, 2500 Zuschauer sorgen für eine stimmungsvolle Kulisse im ersten Heimspiel der Vorbereitung.

Einzig das Ergebnis passt nicht. 0:6 (0:2, 0:3, 0:1) unterliegt der Kasseler Zweitligist  dem DEL-Team Augsburger Panther. 

Teamvorstellung

Ein bisschen Nachhilfe dürfte wohl noch für den einen oder anderen Husky auf dem Programm stehen. Deutsch-Unterricht gehört dazu, ebenso Erdkunde. Schüler Richie Mueller, Topscorer der Vorsaison mit Frankfurter Vorgeschichte, lernt jedenfalls erst einmal, dass Frankfurt gar nicht Frankfurt heißt. „Offenbach-West“, erklärt ihm Sven Breiter die Bezeichnung der Kasseler für die Heimat des südhessischen Rivalen. Doch der Konter des Neuzugangs folgt prompt: „Frankfurt, wo ist Frankfurt?“, fragt der Stürmer und grinst den rund 300 Fans entgegen, die zur Mannschaftsvorstellung gekommen sind.

Darunter ist auch Familie Sprenger/Mayer. Mama Nadine entdeckte ihre Liebe zum Eishockey in Jugendtagen, ihr Mann Daniel kommt aus Kaufbeuren. Klar, dass auch die drei Söhne Huskies-Fans sind. „Wir hoffen, es wird sportlich besser als letztes Jahr“, sagt die Hessisch Lichtenauerin. „Die Meisterschaft wäre natürlich cool“, ergänzt der elfjährige Fabien. „Ein besserer Zusammenhalt“ ist der Hauptwunsch von Elvie Sander. 

Fan-Familie: (von links): Nadine Sprenger und Daniel Mayer mit ihren Zwillingen Louis (links) und Finn. In der Mitte: der elfjährige Fabien.

Und fast scheint es, als hätte sich die Kasselerin mit den Verantwortlichen der Huskies abgesprochen. Denn die bekräftigen, dass sie enger zusammenrücken wollen mit den Anhängern. „Wir wollen ein Team aufbauen aus Mannschaft, Management und Fans“, betont Trainer Rico Rossi und erklärt auch gleich die sportliche Marschroute: „In der Hauptrunde oben mitspielen und dann mit einer gesunden Mannschaft und viel Teamgeist in die Playoffs gehen.“

Testspiel

Die Lust auf Eishockey ist groß. 2500 Zuschauer sind gekommen. Die Kulisse stimmt, das „You’ll never walk alone“ hat kein Fan über den eishockeyfreien Sommer vergessen. Und mit dem 4:2 bei Oberligist Hamburg am Freitag hatten die Huskies noch einmal Werbung gemacht.

Doch ein DEL-Team ist eben kein Oberligist. Und so ist es Marcel Melichercik, der schnell in den Fokus rückt, mit vier Glanztaten in Folge seine Mannschaft vor dem frühen Rückstand bewahrt. Die erste Überzahl nutzen die Panther zur Führung, Matthew White schlenzt die Scheibe in den Winkel (8.), dann stellt Steffen Tölzer mit einem verdeckten Schuss zum 0:2 aus Sicht der Kasseler (17.).

Kassel Huskies: Die Eiszeit in der Eissporthalle hat begonnen

Markus Keller, Melicherciks Vorgänger im Huskies-Tor, verbringt einen geruhsamen Nachmittag. Gefährlich werden die Huskies vor allem während ihrer doppelten Überzahl (28.) – 116 Sekunden sind sie mit einem Mann mehr auf dem Eis. Adriano Carciola, Jens Meilleur, Alex Heinrich versuchen es aus kurzer Distanz, vom Bullykreis, doch Keller ist auf dem Posten. Wenn‘s um Punkte geht, sollten die Kasseler aus diesen Situationen mehr Kapital schlagen.

Danach verliert sich das Spielerische in Strafzeiten und allzu klaren Zwischenständen. Christoph Ullmann, Simon Sezemsky, Thomas Holzmann per Doppelschlag stellen auf 6:0 für das DEL-Team. Den Huskies fehlt es an Genauigkeit im Zuspiel, an der letzten Entschlossenheit vor ihrem ehemaligen Mitspieler. „Ein Tor, ein Tor“, skandieren die Anhänger.

Einen Ehrentreffer verwehrt ihnen Keller. Für den Meister-Keeper von 2016 gibt’s aber am Ende ebenso warmen Applaus wie für die geschlagenen Huskies.

Den Spielplan für die Saison 2018/2019 finden Sie hier.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare