Löwen wollen in der Liga wieder in die Erfolgsspur

Saisonvorschau für Hessen Kassel: Beim KSV kehrt Ordnung ein

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Er könnte eine wichtige Rolle spielen: Der neue KSV-Torwart Kevin Rauhut.

Kassel. Nach einer sehr bescheidenen Saison mit Trainerentlassung, Turbulenzen und Abstiegskampf will der KSV Hessen nun wieder eine bessere Rolle in der Fußball-Regionalliga spielen.

Eine Grundlage hat er bereits in der vergangenen Winterpause geschaffen – mit der Verpflichtung des neuen Trainers Matthias Mink. Mit ihm kehrte eine gewisse Ordnung zurück ins Spiel der Löwen.

LEISTUNG UND LICHTBLICK

In den Testspielen wusste der KSV fast ausnahmslos zu überzeugen. Das unterstreichen die Siege gegen die West-Regionalligisten Rot-Weiss Essen und FC Hennef, das unterstreicht aber auch die Leistung beim 1:4 vor 16 000 Zuschauern im Auestadion gegen den Vizemeister Borussia Dortmund. Hier zeigten die Löwen lange ein strukturiertes Spiel.

SCHWÄCHEN UND SCHATTEN 

Der KSV hat einmal mehr für einen Umbruch gesorgt: Elf neue Spieler gilt es zu integrieren. Mit ihnen soll sich das ohnehin sehr kritische Publikum nun identifizieren. Gelingt das nicht schnell, könnte das in der vergangenen Saison zugenommene Desinteresse an den Löwen anhalten. Dabei ist der finanziell klamme Verein auch auf Zuschauereinnahmen angewiesen. Der Druck auf die junge Mannschaft ist also von Beginn an recht groß. Das allerdings ist beim Traditionsverein KSV Hessen nichts Neues.

DURCHSTARTER UND DAUERBRENNER 

Von den Neuzugängen dürfen sich Torwart Kevin Rauhut, die Außenverteidiger Sergej Schmik und Tino Schulze, Innenverteidiger Steffen Friedrich, Mittelfeldspieler Sergej Evljuskin sowie die Offensivspieler Dennis Lemke und Benjamin Girth berechtigte Hoffnungen machen, eine wichtige Rolle zu spielen.

Durchstarten könnte auch einer, der schon länger beim KSV ist, zuletzt aber verletzungsbedingt kaum gespielt hat: Ingmar Merle. In den Testspielen deutete er an, welch Qualitäten er hat. Mit ihm ist zu rechnen.

Ansonsten wird Enrico Gaede der Ruhepol sein, der er nunmehr seit 2008 beim KSV ist – Voraussetzung: Der 33-Jährige bleibt verletzungsfrei. Mit Kapitän Tobias Becker wird er das Spiel seiner Mannschaft lenken.

PERSPEKTIVE UND PROFIL 

Ein Platz in der oberen Tabellenhälfte – das ist ein realistisches Ziel der Löwen. Angesichts der erfolgsversprechenden Vorbereitung sowie der getätigten Neuverpflichtungen hat der KSV aber auch das Potenzial zu mehr. Allerdings sind die Verantwortlichen gut beraten, nicht wieder gleich zu viel zu wollen. Nach einer Saison zum Vergessen geht es vor allem darum, die Zuschauer mit attraktivem Fußball zurückzugewinnen.

Quelle: HNA

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