MT-Spieler zeigen sich nach 31:36-Pleite gegen Hannover-Burgdorf selbstkritisch

MT-Spieler zeigen sich nach Pleite gegen Hannover-Burgdorf selbstkritisch

Nicht jeder Wurf ein Treffer: MT-Linksaußen Michael Allendorf und seine Kollegen erwischten einen rabenschwarzen Tag gegen die TSV Hannover-Burgdorf. Allendorf hat jetzt ein paar Tage Zeit, eine Außenbandverletzung auszukurieren. Foto: Fischer

Kassel. Kein Sportler mag es zu verlieren. Noch dazu, wenn es ein Heimspiel war und er als Favorit in die Begegnung gegangen war. Ganz schlimm wird es, wenn danach eine Wettkampfpause in der Liga folgt, der enttäuschende Eindruck noch länger in den Köpfen aller Beteiligten bleibt und nicht so rasch weggewischt werden kann.

In diese Kategorie gehört zweifellos das 31:36 der Bundesliga-Handballer der MT Melsungen, die mit der Niederlage gegen die TSV Hannover-Burgdorf den Oktober nicht wie erhofft vergolden konnten und nun bis zum 11. November (in Großwallstadt) warten müssen, bis sie wieder punkten können.„Das Spiel war ein Schritt zurück“, stellte Regisseur Patrik Fahlgren völlig gefrustet fest, „36 Gegentore dürfen nicht sein.“ Womit er auf die Abwehrleistung seines Teams anspielte, für die Innenverteidiger Felix Danner sogar nur ein einziges Wort fand: „Katastrophe.“ Treffend formuliert, wenn man sieht, wie passiv sich die Defensivkräfte verhielten. Hannover-Burgdorfs Spielmacher Morten Olsen, mit 1,83 m beileibe kein Riese, kam immer wieder aus sieben, acht Metern Entfernung praktisch ungehindert zum Wurf und avancierte mit 10/2-Treffern zum Mann des Abends.

„Vom Kopf her nicht bereit“

„Wir waren vom Kopf her nicht bereit“, erklärte Danner selbstkritisch, „das war ein gefundenes Fressen für den Gegner.“ Möglich, dass er dabei auch an eine Szene aus der 28. Minute dachte. Da hatten die Gäste einmal mehr so schnell kombiniert, dass Piotr Przybecki von halblinks Richtung Mitte ziehen konnte, um dann Mario Clößner am Kreis zu bedienen. Der Neuzugang der Niedersachsen hatte vor seinem Treffer zum 19:15 der TSV dort so viel Platz, dass problemlos ein Kleinwagen hingepasst hätte, weil sich die MT-Akteure Alexandros Vasilakis, Danner und Anton Mansson zu dritt auf den Rückraumschützen stürzten.

„Das darf uns nicht so runterziehen, dass wir wieder das alte Melsunger Gesicht zeigen“, erwartet Felix Danner in den kommenden Tagen eine intensive Analyse der Heimpleite. Vor allem, weil auch fast alle Deckungsstrategen mittrainieren können. Denn lediglich der Schwede Fahlgren und der Serbe Nenad Vuckovic fehlen in dieser Woche wegen diverser Einsätze mit der jeweiligen Nationalmannschaft.

MT-Coach Michael Roth wollte während der Pause ohnehin gezielt in Kleingruppen arbeiten. Nach „unserem ersten schlechten Spiel seit dreieinhalb Monaten“ muss er das erst recht. Zumal mit Sanikis, Hildebrand (beide Hexenschuss) und Allendorf, schon seit einigen Wochen durch einen Außenbandriss geschwächt, drei Akteure Verletzungen auskurieren können. Zumindest etwas Positives, was die Nordhessen nach dem 31:36 der nun spielfreien Zeit abgewinnen können.

Von Björn Mahr

Quelle: HNA

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