Heute gegen Walldorf

Schluss-Spurt im Abstiegskampf: Daumen drücken für die Löwen

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Totti und Totti glauben an den KSV: Thorsten Bauer, von den Fans Totti oder Fußballgott genannt, drückt zusammen mit Maskottchen Totti dem Klub die Daumen für die letzten drei Spieltage.

Kassel. Die Antwort kam nach kurzer Bedenkzeit. Per SMS. Und sie sprach wahrscheinlich allen aus dem Herzen, die es in diesen Tagen mit dem KSV Hessen Kassel halten. Einen Rundruf wollten wir starten mit der Bitte um Ergänzung des Satzes: Darum drücke ich die Daumen für die Löwen.

Der erste Anruf ging an Thorsten Bauer, den Rekordtorjäger des Fußball-Regionalligisten. Denjenigen, den die Löwen-Fans einst als ihren „Fußballgott“ feierten. Der Rundruf war damit beendet. Weil in seiner Antwort – Sie lesen sie unten – nahezu alles gesagt ist.

Heute spielt der KSV Hessen um 14 Uhr im Auestadion gegen den FC Astoria Walldorf (darauf kommt es an). Er hofft auf eine ordentliche Kulisse. Wie zuletzt beim 2:0 gegen den FSV Frankfurt, als 3000 Zuschauer die Gastgeber leidenschaftlich unterstützten. Es ist das vorletzte Heimspiel, die drittletzte Chance, dem Abschied noch zu entgehen. Um ganz sicher zu sein, müsste der KSV, derzeit Tabellen-16., noch zwei Mannschaft überholen. Ein Sieg im nächsten Endspiel ist so unbedingt nötig.

Es heißt also: Daumen drücken für die Löwen. So wie Bauer es tut. So wie die Fans es tun. Und es gibt Fakten, die zeigen, dass dies Aussicht auf Erfolg haben kann:

  • Mit 22 Punkten liegt der KSV auf Platz acht der Rückrundentabelle. Das ist weit weg von den Abstiegsrängen.
  • Noch besser liegen die Löwen in der Heimbilanz. Acht Siege und insgesamt 29 Punkte holten sie im Auestadion. Das ist in der Liga Platz fünf. Nur die Spitzenteams Saarbrücken, Offenbach, Freiburg und Mannheim sind besser.
  • Ganze zwei Niederlagen hat der KSV im Jahr 2018 kassiert, beide auswärts bei Schott Mainz und in Freiburg. Zuhause sind die Löwen 2018 dagegen ungeschlagen – bei fünf Siegen und einem Unentschieden.

Thorsten Bauer, Rekordtorschütze des KSV Hessen: „Ich drücke dem KSV die Daumen, weil diese junge und sympathische Mannschaft nie aufgegeben und es durch den absoluten Willen und den Kampf der letzten Monate verdient hat, die Klasse zu halten. Nordhessen und die treuen Löwenfans brauchen einen KSV, der so hoch wie möglich spielt. Es wäre so wichtig, dass der Verein dafür belohnt wird, diesen Weg mit Spielern aus der Region gegangen zu sein. Und dafür, dass er auch in schwierigen Zeiten an Trainer Tobi Cramer festgehalten hat. Er verkörpert für mich diesen positiven Geist und den Glauben, dass die Löwen die Herausforderung mit jungen Talenten und einer geschlossen auftretenden Truppe meistern können. Und sollte es noch einen Grund brauchen, warum ich dem KSV die Daumen drücke, dann den: Weil dieser KSV mein Heimatverein ist!“

Spielplan & Tabelle

Quelle: HNA

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