Spitze der Oberliga West ist zusammengerückt

Ein Sieg fürs Selbstvertrauen: Huskies beenden kleine Krise

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Sie hatten am Sonntag viel Grund zur Freude: die dritte Sturmreihe der Huskies mit (von links) Jiri Mikesz, Florian Böhm und Marc Roedger (verdeckt).

Kassel. Er war richtig erleichtert. „Das wurde Zeit“, sagte Florian Böhm. Gut zwei Monate litt der junge Stürmer der Kassel Huskies unter Ladehemmung – bis zum Sonntagabend. Beim 10:1 gegen die Ratinger Ice Aliens traf der 21-Jährige endlich mal wieder ins gegnerische Gehäuse.

Und dann gleich doppelt. „Das erste Tor war das wichtigste. Ich habe heute den Frust rausgelassen“, gestand Böhm.

Mit seinem Treffer zum 1:0 nach knapp zwei Minuten hatte er den Grundstein zum 10:1 des Eishockey-Oberligisten gelegt. „Einen Sieg fürs Selbstvertrauen“, nannte später Huskies-Trainer Jamie Bartman diesen Erfolg, der gerade zum rechten Zeitpunkt kam

Enge Endrunde

Denn nach den drei Auswärtsniederlagen in Duisburg, Bad Nauheim und zuletzt am Freitag in Dortmund mit insgesamt 20 Gegentoren standen die Huskies durchaus unter Zugzwang, wollten sie im Kampf um einen der begehrten vier ersten Plätze, die zum Erreichen der nächsten Runde berechtigen, nicht schon früh ins Hintertreffen geraten.

Denn in der Endrunde geht’s richtig eng zu. Von den besten fünf kann jeder jeden schlagen. Das haben am Sonntag auch die bislang unbesiegten Dortmunder erfahren. Die mit vielen Förderlizenzlern aus der DEL gespickten Duisburger Füchse brachten den Elchen beim 4:2 die erste Niederlage der Endrunde bei.

Siege gegen die schwächsten Teams in der Endrunde der Oberliga West, also Königsborn, Ratingen und Hamm, sind deshalb nicht nur für die Huskies, sondern auch Bad Nauheim, Dortmund, Duisburg und Frankfurt quasi Pflicht. Dass diese Rechnung aber auch schiefgehen kann, haben die Löwen erlebt. Überraschend unterlagen sie in Königsborn mit 2:3, am Sonntag folgte dann auch noch eine 2:4-Heimpleite im Derby gegen die Roten Teufel aus Bad Nauheim. Einzig aufgrund des besseren Torverhältnisses (26:16) liegen die Südhessen noch vor den punktgleichen Huskies (35:26) auf Rang vier.

Sonntag in Frankfurt

Am kommenden Sonntag treffen beide Teams am Frankfurter Ratsweg aufeinander – ein richtungsweisendes Duell. „Ein Sieg in Frankfurt wäre super, ein Punktgewinn aber auch“, gibt Bartman schon jetzt die Maxime für das Duell der Erzrivalen aus. Da passt es, dass sein Team nun seine „kleine Krise“ abgestellt hat. Nicht nur, dass Spieler wie Florian Böhm ihr Selbstvertrauen wiedergefunden haben, die Grippewelle abklingt – die Mannschaft ist sich auch der Fehler bewusst, die zu den Auswärtspleiten geführt haben.

„Wir haben im Verbund das Problem, dass die Torabsicherung nicht richtig funktioniert hat“, erklärt Verteidiger Sven Valenti. Am Freitag gegen Hamm (19.30 Uhr, Eissporthalle Kassel) gibt’s die nächste Gelegenheit, diesen Fehler abzustellen.

Von Michaela Streuff

Quelle: HNA

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