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Huskies in Playoff-Serie vorn – Heute zweites Spiel in Bad Nauheim

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Von: Björn Friedrichs, Pascal Spindler

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Umkämpfte erste Playoff-Partie: (von links) Bad Nauheims Schlussmann Felix Bick muss gegen Husky Brett Cameron nicht eingreifen, weil dieser im entscheidenden Moment noch von Andrej Bires und Daniel Ketter gestört wird. Hinten: Fabian Herrmann.
Umkämpfte erste Playoff-Partie: (von links) Bad Nauheims Schlussmann Felix Bick muss gegen Husky Brett Cameron nicht eingreifen, weil dieser im entscheidenden Moment noch von Andrej Bires und Daniel Ketter gestört wird. Hinten: Fabian Herrmann. © Andreas Fischer

Der erste Schritt ist gemacht. 2:1 nach Verlängerung haben die Eishockey-Profis der Kassel Huskies die Playoff-Partie gegen den EC Bad Nauheim gewonnen, liegen in der Serie nun 1:0 vorn. Heute steht die zweite Partie an.

Kassel – Die Kassel Huskies sind auf Kurs. Wir schauen zurück auf Spiel eins, werfen aber auch einen Blick auf die heutige Partie in Bad Nauheim (20 Uhr).

Die Stimmen

„Ich habe noch nie eine Nauheimer Mannschaft gesehen, die so strukturiert und hart gespielt hat wie dieses Team“, lobte Huskies-Trainer Corey Neilson den Gegner bei der Pressekonferenz. Bad Nauheim habe es seiner Mannschaft sehr schwer gemacht, sei mit schnellen Spielzügen immer wieder hinter die Verteidigung der Huskies gekommen. „Es war ein sehr anstrengendes erstes Playoff-Spiel, aber ich bin natürlich zufrieden, dass wir es gewonnen haben“, so Neilson. Huskies-Angreifer Tim Lucca Krüger sagte nach der Partie: „Es ist ein Derby, viel mehr geht in den Playoffs nicht. Es war ein gutes erstes Spiel von uns. Ich glaube, es wird eine sehr umkämpfte Serie, wir müssen uns jeden Zentimeter Eis erarbeiten.“

Die Stimmung

Sie war für die Umstände der Zeit grandios. Dass die Fans vom Heuboden ihr Team lautstark unterstützen, ist nichts Neues. Dass aber auch die Zuschauer auf der Haupttribüne mitmachen, die letzten fünf Spielminuten durchweg stehen und das Team anfeuern, ist nicht alltäglich. So machten 2626 Fans – darunter auch einige Nauheimer – die Eissporthalle zu einem Stimmungskessel. „Die Stimmung war super. Playoffs mit Fans sind lange her, wir Spieler hatten eine richtige Gänsehaut“, sagt Huskies-Stürmer Hans Detsch und weiter: „Alle, die ins Stadion kommen, geben alles. Das ist klasse.“ Fast vier Jahre war übrigens das letzte Playoff-Heimspiel vor Zuschauern in Kassel her. 2018 gab es das Aus im Viertelfinale gegen Frankfurt. Im Folgejahr schieden die Huskies in den Pre-Playoffs aus, 2020 wurde die Saison abgebrochen, 2021 waren keine Fans zugelassen.

Das Siegtor

Eigentlich hatte dieses Spiel mehr als nur drei Treffer verdient, so viele hochkarätige Chancen gab es. Doch wenn beste Möglichkeiten ausgelassen werden, muss eben ein Distanzschuss her. In der Verlängerung nahm Husky Oliver Granz den Puck an der Blauen Linie an, schaute nach oben und zog einfach mal ab – Tor! „Ich habe erst gar nicht gesehen, dass der Schuss drin war. Bis alle um mich herum gejubelt haben, dann war die Freude groß“, sagte Granz.

Die Schlussmänner

Nauheims Felix Bick und Kassels Jerry Kuhn waren zum Playoff-Auftakt in Bestform. Beide parierten Großchance um Großchance, beide wehrten 37 Schüsse ab. Dass das Spiel, welches wahrlich keine Defensivschlacht war, trotzdem nur 2:1 endete, lag allein an den beiden Torhütern.

Die Serie

Sie geht heute weiter, die Playoff-Derbyserie. Ab 20 Uhr treten die Huskies in Bad Nauheim an. Personell dürfte sich im Kasseler Lager nicht viel tun. „Lois Spitzner ist wieder auf dem Eis, trainiert aber eher individuell. Er kehrt hoffentlich im Laufe der Serie zurück“, sagt Pressesprecher Jason Schade. Bei Bad Nauheim bleibt abzuwarten, ob der Kanadier Joel Messner in der Abwehr sein Debüt feiert. Dafür müsste aber einer der Importstürmer auf die Tribüne.

Das Colonel-Knight-Stadion ist – zumindest in jüngerer Vergangenheit – ein gutes Pflaster für die Huskies. In dieser Saison gewann Kassel beide Auswärtsspiele, jeweils knapp und hart umkämpft (3:2 und 3:1). In Playoffs aber konnten die Huskies bei zwei Spielen bislang noch nicht in der Wetterau gewinnen.

Von Björn Friedrichs und Pascal Spindler

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