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7 Thesen zur DEL 2: Kein Husky unter den besten Drei

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Von: Björn Friedrichs

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Neu in Kassel: Tomas Sykora spielte in der vergangenen Saison noch für Frankfurt, will nun nach der Meisterschaft mit den Löwen auch mit den Huskies den Titel holen.
Neu in Kassel: Tomas Sykora spielte in der vergangenen Saison noch für Frankfurt, will nun nach der Meisterschaft mit den Löwen auch mit den Huskies den Titel holen. © Andreas Fischer

Am Freitag geht’s endlich wieder los: Die zweite Deutsche Eishockey-Liga steht in den Startlöchern. Vor dem Saisonstart stellen wir sieben Thesen auf.

Die Kassel Huskies müssen zum Auftakt auswärts beim ESV Kaufbeuren ran, erstes Bully beim Team um Ex-Husky Dieter Orendorz ist um 19.30 Uhr.

1. Die Huskies starten viel besser in die Saison.

Okay, diese Aussage zum Start ist nicht wirklich gewagt. Vergangene Spielzeit war zu Beginn so richtig der Wurm drin. Nur zwei Siege gab es aus den ersten zehn Spielen, zwischenzeitlich lagen die Huskies auf dem letzten Platz. Das passiert dieses Jahr nicht wieder. Die Vorbereitung lief besser und musste nicht in weit entfernten Eishallen abgehalten werden. Auch der Kader wirkt sinnvoller zusammengesetzt. Dass Verteidiger wie im Vorjahr dauerhaft im Angriff aushelfen müssen? Eher unwahrscheinlich. Kaum Ausfälle, ordentliche Testspiele – der Weg zu einem besseren Saisonstart für die Huskies ist bereitet.

2. Krefeld wird zumindest am Anfang Probleme kriegen.

Der DEL-Absteiger will den Betriebsunfall direkt mit dem Wiederaufstieg ausradieren. Aber Vorsicht, liebe Pinguine: Die DEL 2 birgt auch ihre Tücken. Anstatt der Hochglanz-Arenen von Berlin, München und Mannheim warten nun teils offene Eisstadien. Spiele in Bad Nauheim, Crimmitschau und Bayreuth können vor allem im kalten Winter unangenehm werden. Und auch die übrigen Gegner werden gegen das Team mit dem höchsten Etat besonders motiviert sein. Krefeld, das mit fast 27 000 Kilometern die meisten zurücklegen muss, wird seine Probleme bekommen.

3. Die Huskies werden die Löwen vermissen.

Zugeben mag das in Nordhessen wahrscheinlich niemand, aber irgendwie sind einem die südhessischen Rivalen ja doch ans Herz gewachsen. Und vor allem die Derbys sind Höhepunkte einer jeden Saison. Auf die müssen Spieler, Verantwortliche und Fans nun verzichten. Erstmals seit 2010/11 wird es keine keine Ligaduelle gegen die Löwen geben. Was bleibt, sind Partien gegen die Roten Teufel aus Bad Nauheim.

4. Das Rennen um die Playoff-Plätze wird richtig eng.

Die Liga hat sich in der Breite wieder mal verstärkt. Die Huskies, Landshut, Dresden, Ravensburg, dahinter Bad Nauheim, Crimmitschau, Bayreuth, Heilbronn – sie alle haben ihre Kader aufpoliert oder Leistungsträger gehalten. Dazu kommt mit Krefeld ein namhaft besetzter Absteiger. Und auch Freiburg, Kaufbeuren und Weißwasser schielen Richtung Playoffs.

5. Regensburg wird das neue Selb.

Etwas überrascht waren dann sogar die Eisbären selbst, dass es mit dem Aufstieg geklappt hat. Und den Sommer hat man in Regensburg vor allem damit verbracht, den Oberligakader beisammen zu halten. Ob das eine Klasse höher reicht? Eher nein, es droht ein ähnliches Schicksal wie von Vorgänger Selb, das zwischenzeitlich 20 Spiele am Stück verlor. Andererseits: Pünktlich zu den Playdowns haben sich die Wölfe dem DEL-2-Niveau angepasst und den Klassenerhalt geschafft.

6. Es findet sich wieder kein Husky unter den Top-Drei-Scorern.

Seit der Saison 2015/16 war kein Kasseler unter den drei besten Punktesammlern der Liga, sogar nicht mal unter den besten Zehn. Damals war das Jamie MacQueen mit 70 Punkten auf Platz zwei hinter Bietigheims Justin Kelly (85). Auch dieses Jahr werden wieder die Individualisten anderer Standorte glänzen. Das muss aber nicht negativ sein. Der Kader der Huskies wirkt extrem ausgeglichen, jede Reihe kann Tore erzielen. Daher wird gar kein alleiniger Torjäger benötigt, der das Team auch nur ausrechenbar machen würde.

7. Bo Subr bleibt ein Meistertrainer.

Das ist natürlich mehr Wunsch als These. Aber der Tscheche weiß halt, wie es geht. Oberliga-Meister 2016, ‘17 und ‘18 mit den Tilburg Trappers, DEL-2-Meister mit den Löwen Frankfurt in diesem Jahr. Dieses Kunststück soll nun auch mit den Huskies gelingen. Wir hätten nichts dagegen.

(Björn Friedrichs)

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