MT unterliegt Meister Kiel mit 23:32

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Nenad Vuckovic und der Kieler Daniel Kubes.

Kassel. Lange Zeit wehrten sie sich tapfer. Doch am Ende stand für die Handballer des Bundesligisten MT Melsungen eine 23:32 (11:15)-Niederlage gegen den Deutschen Meister THW Kiel.

Die Melsunger warteten mit der einen oder anderen Überraschung auf. So durfte der erst vor zwei Wochen verpflichtete Rechtsaußen Milan Torbica von Beginn an ran. Nicht ohne Grund, weil MT-Coach Matjaz Tominec gegen den Champions-League-Sieger eine offensive Deckungsvariante anordnete.

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In die passten Torbica und auch Ivan Brouko gut hinein. Wie schon die ersten Minuten zeigten, als die Hausherren dem turmhohen Favoriten einen heißen Kampf lieferten. In Unterzahl traf der Gastgeber durch Nenad Vuckovic zum 3:2 (5.). Die Melsunger zeigten eine ganz andere Körpersprache als bei den enttäuschenden Heimauftritten zuvor.

Torwart Mario Kelentric wehrte er in der elften Minute einen Siebenmeter von Fernandez ab und ermöglichte seinen Vorderleuten die zum eigenen Angriff, die Jens Schöngarth von Halbrechts zu nutzen wusste (5:4, 12.). In der Folgezeit ließen die MT-Angreifer einige Male die nötige Cleverness vermissen. Das bestrafte der Meister prompt: mit Kontertoren durch Jicha und Sprenger (5:7).

So bekam der THW die Partie einigermaßen in den Griff – auch begünstigt durch einige Entscheidungen der Schiedsrichter, die schnell auf den Siebenmeterpunkt deuteten oder einen Melsunger mit einer Zwei-Minuten-Strafe bedachten, sobald Kiels Kreisläufer Ahlm etwas energischer angegriffen wurde.

Dennoch glichen die Nordhessen mit einem Mann weniger nach Treffern von Alin Sania und Torbica noch einem zum 8:8 aus. (17.). Erst gegen Ende der Hälfte gelang es dem THW, sich ein kleines Polster zu verschaffen – nicht zuletzt dank der Strafwürfe von Jicha. Keine Vorentscheidung, wie der Auftakt des zweiten Durchgangs dokumentierte, als der prima aufgelegte Schöngarth (2) und Michael Allendorf auf 14:15 stellten (33.).

Aber Kiel wäre nicht einer der weltbesten Klubs, wenn er diese Situation nicht meistern könnte. Stabil in der Abwehr, ein paar Paraden von Schlussmann Omeyer – und schon führte das Team von der Förde wieder mit 20:14. Eine komfortable Position, wie sie der THW mag. Denn somit konnte er auf Fehler des Gegners lauern. Und dieser verteilte einige Geschenke, die Jicha, Sprenger und Zeitz zu weiteren Toren nach Tempogegenstößen verwerteten (18:26, 50.). Die MT versuchte noch, die Niederlage in Grenzen zu halten. Allerdings reichte es nicht, um das Abrutschen auf den letzten Platz zu verhindern.

Von Björn Mahr

MT Melsungen – THW Kiel 23:32 (11:15).

Melsungen: Kelentric, Lechte (bei zwei Siebenmetern) – Brouko, Schöngarth 6, Schweikardt, Kliomowets 1, Torbica 1, Danner, Sanikis, Karipidis 1, Allendorf 6/5, Vuckovic 5, Dacevic, Sania 3.

Kiel: Omeyer, Palicka (ab 51.) – Lundström, Dragicevic 2, Sprenger 2, Ahlm 3, Kubes, Reichmann 1, Zeitz 5, Palmarsson 2, Klein 4, Jicha 11/6, Fernandez 2/1. SR: Harms/Mahlich (Magdeburg/Stendal). – Z: 2775.

Quelle: HNA

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