Seit Oktober Studium an der Polizeischule

KSV-Spieler Sergej Evljuskin steht vor seinem Comeback

So kennt man ihn: Sergej Evljuskin feuert seine Kollegen an. Fotos: Hedler
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So kennt man ihn: Sergej Evljuskin feuert seine Kollegen an.

Kassel. Es geschah Ende Oktober: Gerade erst hatte Sergej Evljuskin einen Pferdekuss im Oberschenkel auskuriert, da erwischte es den Strategen des KSV Hessen erneut. Zerrung in der Wade.

Im Auswärtsspiel des Fußball-Regionalligisten beim FC Astoria Walldorf war für den 29-Jährigen nach 36 Minuten Schluss. Seither arbeitet der Defensivmann intensiv an seinem Comeback. Das heißt: viel Individualtraining mit dem Physiotherapeuten. Ob Evljuskin am Samstag ab 14 Uhr beim VfB Stuttgart II wieder dabei sein kann?

„Ich schließe nichts aus“, sagt Evljuskin, „aber ich muss erst mal voll mit der Mannschaft trainiert haben.“ Das konnte er bislang nicht. „Zum Derby gegen Offenbach will ich allerdings unbedingt dabei sein.“ Der OFC kommt am Sonntag, 10. Dezember, zum letzten Spiel des Kalenderjahres ins Auestadion.

Nur tatenlos zuschauen – das fällt ihm schwer. „Ich leide noch mehr, wenn ich nicht spiele“, sagt Evljuskin. Besonders bitter war es vergangenen Samstag, als die Löwen in der Nachspielzeit den Gegentreffer zum 1:2-Endstand gegen den 1. FC Saarbrücken kassierten.

Dabei bestimmt der Fußball nicht mehr allein den Alltag von Sergej Evljuskin. Seit dem 1. Oktober absolviert er in Hann. Münden ein Bachelor-Studium zum Gehobenen Dienst. Drei Jahre dauert die Ausbildung – dann ist er Polizeikommissar. Zuvor hatte er an der Feruni in Wismar Sportmanagement studiert – drei Semester lang. Dann entschied er sich um: Er ging zur Polizei.

Von einer neuen Doppelbelastung spricht er nicht. Beide Verpflichtungen ließen sich gut miteinander vereinbaren: „Das passt alles.“ Erst Schule, dann Training – und wenn er Hausaufgaben machen muss, dann erledigt er diese nach den Übungseinheiten oder am zumeist freien Sonntag. Die Reise am Freitag zum Spiel nach Stuttgart kann er auch ohne Probleme mitmachen.

Falls er schon fit sein und für einen Kurzeinsatz in Frage kommen sollte, bliebe noch eine Frage: Wohin beordert ihn Coach Tobias Cramer? „Siggi“, wie ihn seine Kollegen rufen, kann nicht nur im defensiven und zentralen Mittelfeld agieren, sondern auch in der Abwehr.

„Letztlich spiele ich da, wo der Trainer mich braucht“. betont Evljuskin. Wenn Sergej Schmik wieder auf die rechte Seite rückt, könnte „Siggi“ in der Innenverteidigung den Platz an der Seite von Lucas Albrecht übernehmen. „Lucas und ich sind mittlerweile recht gut eingespielt, und ich kann auf dieser Position meine Stärken im Zweikampf einbringen.“

Quelle: HNA

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