Samstag kommt Astoria Walldorf ins Auestadion

Erhoffte Verstärkung beim KSV Hessen: Mimbala – der Turm in der Schlacht

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Stark auf dem Feld, gut gelaunt daneben: Cédric Mimbala überzeugt seit seinem Wechsel zum KSV Hessen in der Winterpause.

Kassel. In zwölf Spielen mit ihm verlor der KSV Hessen Kassel lediglich zweimal. Cédric Mimbala ist die erhoffte Verstärkung des Fußball-Regionalligisten im Kampf um den Klassenerhalt.

Wer sich die Facebook-Seite von Cédric Mimbala anschaut, der weiß gleich Bescheid. Der Innenverteidiger des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel versieht jeden Post mit dem Hashtag „Maschine“. Oder er verabschiedet sich so: „Liebe Grüße, eure Maschine.“ Der 31-Jährige meint damit sich selbst. Und die Maschine läuft seit der Rückrunde für die Löwen. Gut geölt.

Den Spitznamen bekam Mimbala in seiner Zeit bei Energie Cottbus (2014 bis 2016). „Die Fans haben mich damals wegen meiner Spielweise so genannt. Das habe ich übernommen“, erzählt der in Bonn geborene Verteidiger, der fünf Länderspiele für den Kongo bestritt.

Dass der Rheinländer in Kassel gelandet ist, hat mehrere Gründe. Zum einen hat es bei seinem Ex-Klub, dem Drittligisten Fortuna Köln, „am Ende nicht mehr gepasst“. „Da sind viele Dinge gelaufen, die nicht korrekt waren. Ich will nicht sagen, dass ich keine Schuld hatte, auch ich habe Fehler gemacht. Aber der Verein hat es letztlich wirklich übertrieben“, erzählt Mimbala. Worum es genau ging, sagt er nicht.

Zum anderen lebt Mimbalas Freundin in Kassel. Vor einem halben Jahr kam der gemeinsame Sohn Luan Levi auf die Welt. Klar, dass er nun Zeit mit seiner Familie verbringen möchte. Weil es in Köln nicht mehr ging, die Familie rief und Mimbalas Freundin KSV-Teammanager Steffen Friedrich kennt, kam der Kontakt zustande.

Für Mimbala war schnell klar, dass Trainer Tobias Cramer auf ihn zählt. In jedem Spiel nach der Winterpause stand er von Beginn an auf dem Feld, nur zweimal wurde er ausgewechselt. Von zwölf Partien mit ihm verlor der KSV nur zwei. Eine davon war das bittere 1:4 bei Schott Mainz zum Auftakt. Seitdem hat sich Mimbala aber als erhoffte Verstärkung präsentiert.

Mit ihm erinnern die Löwen an die vergangene Saison. Damals, mit Henrik Giese und Lucas Albrecht in der Innenverteidigung, gingen viele knappe Spiele an den KSV, weil die Defensive stabil stand. In der Hinrunde wurden enge Spiele häufig durch Standards verloren, weil hinten die Größe fehlte. Die ist mit Albrecht und Mimbala nun zurück. Und der Neue erinnert auf dem Spielfeld dabei ein bisschen an einen Turm in der Schlacht. Einer Schlacht, die Abstiegskampf heißt.

Der 31-Jährige spielt auch für seine eigene Zukunft. Er würde gern bei seiner Familie bleiben, seinen Sohn aufwachsen sehen. Er sagt: „Wenn wir drin bleiben, dann besteht eine gute Chance, dass ich auch kommende Saison hier bin.“ Er hat daran keinen Zweifel. Er habe von Anfang an daran geglaubt, „dass wir es schaffen“.

Mit ihm und durch ihn hat sich der KSV Hessen Kassel nun wieder in die Position gebracht. Der Klassenerhalt ist möglich. Für die Partie am Samstag im Auestadion gegen Astoria Walldorf (14 Uhr) und die zwei weiteren Spiele will Mimbala zwar nichts versprechen. Aber: „Wir bleiben drin. Ich glaube an den lieben Gott. Und wenn der gewollt hätte, dass wir absteigen, dann wäre das schon passiert.“

Das ist der aktuelle Stand in der Regionalliga Südwest

Quelle: HNA

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