Handball-Bundesligist Melsungen steckt zwei harte Wochen besser weg als gedacht - morgen nach Hannover

Viel Lob für Kubes und Schröder

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Zerreißprobe: Melsungens Rückraumschütze Malte Schröder (links) wird hier von Flensburgs Jacob Heinl irregulär gestoppt.

Kassel/Hannover. „Gefühlt“, sagte Jonathan Stenbäcken, „ist das ein Sieg.“ Genauso wie seine Mannschaftskameraden vom Handball-Bundesligisten MT Melsungen strahlte der Schwede nach dem 26:26 vor 3030 Zuschauern in der Kasseler Rothenbach-Halle gegen die SG Flensburg-Handewitt bis über beide Ohren.

Erst 15 Sekunden vor Ende hatte Malte Schröder den Ausgleichstreffer für die MT geworfen und damit diesen Punktgewinn ermöglicht. Sichergestellt wurde er letztlich durch Torwart Per Sandström, der kurz vor Ende einmal gegen Jacob Heinl und zweimal gegen Thomas Mogensen gehalten hatte.

„Ich habe immer an uns geglaubt“, freute sich Sandström, „das ist ein ganz wichtiges Erfolgserlebnis, auch wegen der Partie am Samstag.“ Schon morgen müssen die Melsunger ab 19 Uhr bei der starken TSV Hannover-Burgdorf antreten. Und in der niedersächsischen Landeshauptstadt weiteren Boden gutmachen, nachdem es im Kalenderjahr bislang noch keinen doppelten Punktgewinn in der 1. Liga zu feiern gegeben hat.

Der erste Sieg in der Vereinsgeschichte über die Fördestädter lag durchaus im Bereich des Möglichen. „Die Mannschaft hat förmlich gebrannt. Wir haben am oberen Limit gespielt“, erklärte MT-Trainer Michael Roth zufrieden. Und überrascht, weil „ich das meiner Mannschaft nach den letzten 14 Tagen so nicht unbedingt zugetraut hatte“. Kaum einer im Team, der nicht wegen einer Grippe ein paar Tage im Bett gelegen hatte.

Gegen Flensburg fehlte deshalb noch der Halbrechte Alexandros Vasilakis. Doch obwohl die MT nur noch vier echte Rückraumspieler zur Verfügung hatte, gelang es ihr, über weite Strecken viel Druck aufzubauen. Schröder war ein toller Ersatz für den Griechen. „Ich bin mit meiner Leistung zufrieden“, sagte der Ex-Lübbecker, „ich hoffe, dass sich bei mir der Trend fortsetzt.“ Da Vasilakis (genauso wie Grigorios Sanikis und Chris Zufelde) am Samstag erneut fehlen wird, und Schröder zu einem überaus strukturierten Spiel beitrug, dürfte er wieder zum Einsatz kommen.

Ein Sonderlob verdiente sich auch Abwehrchef Daniel Kubes. „Einfach hervorragend“, urteilte Roth ob der engagierten Vorstellung des Tschechen, der dem SG-Kreisläufer Jacob Heinl kaum Entfaltungsmöglichkeiten gewährte und die Melsunger Hintermannschaft glänzend dirigierte.

Weshalb die Nordhessen durchaus erwartungsfroh der kommenden Aufgabe in Hannover entgegenblicken. „Wenn wir einen guten Tag erwischen“, so Stenbäcken, „dann ist da auf jeden Fall etwas möglich.“

Von Björn Mahr

Quelle: HNA

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