Erstmals in der Saison

Erstmals in der Saison: Elf Stürmer im Kader der Huskies

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Der Meister der Unterzahl-Tore will auch heute wieder zuschlagen: Husky Kyle Doyle (Mitte) hier im Duell mit den Hammern Christan Wendler (links) und Aaron Reckers im Heimspiel am vergangenen Sonntag.

Kassel. Es ist eine ganz neue Situation für Jesse Panek. So viele Stürmer wie vor diesem Wochenende standen dem Trainer der Kassel Huskies in dieser Saison noch nie zur Verfügung.

Im Heimspiel gegen die Königsborn Bulldogs heute (19.30 Uhr, Eissporthalle) und am Sonntag auswärts in Grefrath (19.45 Uhr, Eissportzentrum) kann er tatsächlich drei komplette und eine halbe vierte Sturmreihe aufbieten.

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„Jetzt muss ich überlegen, was ich mit all den Spielern mache“, scherzt Panek, dem die Erleichterung sichtlich anzumerken ist. Der Coach kann sich sogar den Luxus leisten, den gelernten Stürmer Alex Heinrich wieder in der Defensive einzusetzen. Das Lazaratt hat sich gelichtet, einzig Verteidiger Daniel Willaschek muss mit einer Adduktorenzerrung noch pausieren.

Christ von Beginn an

Erstmals in dieser Spielzeit geht der erste Sturm in Bestbesetzung aufs Eis. Branislav Pohanka hat seine Sperre abgesessen. Michi Christ feiert nach überstandener Fingerverletzung sein lang ersehntes Saisondebüt. Tobi Schwab rückt in die dritte Reihe mit Artjom Kostyrev und dem ebenfalls wiedergenesenen Florian Böhm. Die Talente aus dem Nachwuchs der Eishockey-Jugend Kassel, Constantin Schneider und Fabian Pyszynski, bilden den halben vierten Sturm und werden mit einem der Center, Kostyrev oder Kyle Doyle, spielen.

Michi Christ

Den Mittelstürmern sprach der Coach ebenso wie Manuel Klinge und Brad Snetsinger nach dem Sieg gegen Hamm mit nur 14 Feldspielern ein Sonderlob aus. „Sie holen die Kohlen aus dem Feuer“, betonte der Coach. Alle vier befinden sich in bemerkenswerter Frühform. Kostyrev überzeugt mit einem großen Laufpensum und spielt die gegnerischen Verteidiger schwindelig. Klinge führt mit zehn Treffern aus sieben Spielen die Torjägerliste der Oberliga West an, Snetsinger (7 Spiele/ 9 Tore/ 15 Assists) und Doyle (7/9/13) sind die beiden Topscorer der Liga.

Snetsinger hat sich der überflüssigen Pfunde aus der Sommerpause entledigt. „Ich war anfangs ein wenig außer Form. Aber jetzt fühle ich mich richtig gut“, sagt er. Und Doyle? Er entdeckt gerade seine alte Qualität als treffsicherer Unterzahlschütze neu. Überragende sechs Tore gelangen ihm in den bisherigen sieben Spielen in Situationen, als den Huskies jeweils ein Mann fehlte. „Ich hatte noch nie einen so tollen Saisonstart. Schon in der Vorbereitung sind mir ein paar Unterzahltore gelungen. Das hat Selbstvertrauen gegeben und setzt jetzt in schwierigen Situationen zehn Prozent Extra-Leistung frei.“

Er sei schon immer ein gefährlicher Unterzahlspieler gewesen, erklärt Doyle. „Aber im vergangenen Jahr war ich in Unterzahl nie auf dem Eis.“ Panek aber schenkt ihm nun das Vertrauen. Und Doyle zahlt es mit spektakulären Sprints und Toren zurück. Vielleicht ja auch heute Abend schon wieder.

Von Michaela Streuff

Quelle: HNA

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