MT-Neuzugang (3): Sebastian Ullrich zeigt nicht nur bei Sparkassencup gute Ansätze

Vielversprechendes Talent

Gute Reflexe: Melsungens Neuerwerbung Sebastian Ullrich zeigte zum Auftakt des Sparkassen-Handballcups in Bad Hersfeld einige sehenswerte Paraden. Foto: Eyert

Melsungen/Bad Hersfeld. Erst glänzend pariert, dann mit einem weiten Pass das Tempogegenstoß-Tor von Felix Danner vorbereitet. Am jungen neuen dritten Torwart Sebastian Ullrich hatte es nicht gelegen, dass die Handballer des Bundesligisten MT Melsungen das Auftaktspiel beim Sparkassencup mit 29:33 gegen den HSC Coburg verloren.

Im Gegenteil: Nachdem der 22-Jährige in der 35. Minute für den glücklosen Per Sandström aufs Feld gekommen war, war noch einmal ein Ruck durch die Melsunger Mannschaft gegangen und der Rückstand in eine zwischenzeitliche 24:21-Führung umgewandelt worden. „Seine Verpflichtung bedeutet eine klare Steigerung zu Colin Räbiger“, meint MT-Trainer Michael Roth. Räbiger hatte die Melsunger auf eigenen Wunsch während der Vorbereitung verlassen. Da zudem Mikael Appelgren zurzeit angeschlagen ist, schauten sich die MT-Verantwortlichen nach einer neuen Nummer drei um - und fanden sie in Leutershausen, wo Roths Zwillingsbruder Uli als Sportlicher Leiter tätig ist.

„Sebastian kommt aus der Kronauer Handball-Schule und ist gut ausgebildet“, weiß der MT-Coach. Zu den früheren Trainern Ullrichs gehört unter anderem die schwedische Torwart-Legende Tomas Svensson von den Rhein-Neckar Löwen.

Bei den ersten Testspielen, die das Nachwuchstalent für die Nordhessen bestritt, wurde er immer eingewechselt und erfüllte zugleich die Erwartungen. „Ich habe immer gut reingefunden“, stellt der aus Baden-Baden stammende Schlussmann erfreut fest.

In der 1. Liga Fuß fassen

Sein größtes persönliches Ziel ist klar: Er will in der 1. Bundesliga Fuß fassen. Der ehemalige Jugend-Nationaltorwart weiß dabei zu schätzen, mit wem er in den Übungseinheiten zusammenarbeitet. „Sandström und Appelgren geben mir viele Tipps. Ich denke, dass ich durch die Beiden viel dazu lernen kann.“ Doch nicht nur die Aussicht, zwei Torleute von internationalem Format an seiner Seite zu haben, bestärkte ihn in dem Entschluss, nach Melsungen zu wechseln und „nur“ noch ein Zweitspielrecht bei der SG Leutershausen zu besitzen, sondern auch die gute Stimmung im Team. Klar, Jan Forstbauer, im vergangenen Jahr für MT und Zweitligist SGL tätig gewesen, berichtete viel Gutes aus Melsungen.

Von der Stadt an der Fulda hat er bislang noch nicht viel gesehen. Er kennt praktisch nur Trainingshalle und Kraftraum. „Aber deswegen bin ich auch hier“, sagt Ullrich, „der Rest kommt dann schon noch.“ Am zweiten Abend des Sparkassencups traf der 1,92 m große Torwart beim Turnier in Bad Hersfeld einen alten Bekannten. Friesenheims Erik Schmidt, mit dem er zusammen in der deutschen Jugend-Nationalmannschaft im Einsatz war.

Von Björn Mahr

Quelle: HNA

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