Handball-Bundesliga: Beim HSV Hamburg werden die Weichen in Richtung Zukunft gestellt

Der Vizemeister verändert sein Gesicht

Dirigiert die Mannschaft bald nicht mehr als Trainer: Martin Schwalb. Foto: dpa

Hamburg/Kassel. An den Gedanken, das Andreas Rudolph 2011 nicht mehr als Präsident des HSV Hamburg fungieren wird, mag sich der Fan des Handball-Bundesligisten von der Elbe rasch gewöhnen können. Umso mehr, als der langjährige Boss des Klubs auch weiterhin als Sponsor tätig sein und dem HSV möglicherweise darüber hinaus noch in einer anderen Funktion beratend zur Seite stehen wird.

Daran, dass Martin Schwalb - der schon als Trainer arbeitete, als der HSV noch in Lübeck beheimatet war (1999) - ab dem Sommer des kommenden Jahres bei den Hamburgern den Posten eines Managers bekleiden wird, das wird länger dauern. Der 47-Jährige gewann seit seinem Amtsantritt im Oktober 2005 unter anderem zweimal den DHB- und einmal den Europapokal. In diesem Jahr war „Schwalbe“ mit der Mannschaft ganz dicht am erstmaligen Gewinn der Meisterschaft, ehe schließlich der Abonnement-Titelträger aus Kiel doch die Nase vorn hatte. „An der Gesamtstrategie des Vereins wird sich mit diesen Personalien nichts ändern“, stellt Christian Fitzek, der Sportdirektor der Norddeutschen, klar. Auch wenn der frühere Melsunger Zweitliga-Coach selbst noch nicht genau weiß, wie sein Job dann aussehen wird. Rudolphs bisheriger Stellvertreter Dierk Schmäschke soll Präsident werden. Und wer Trainer?

„Eine Entscheidung werden wir erst im Februar 2011 bekannt geben“, sagt Fitzek. Allerdings ist sich der Klub mit einem Mann bereits einig. Da dieser jedoch noch bei einem anderen Team auf internationaler Bühne in der Pflicht steht, gibt es noch keine Vorstellung des Schwalb-Nachfolgers. Der zurzeit in Flensburg unter Vertrag stehende Per Carlen gilt nach Informationen Hamburger Medien als heißer Kandidat. Wohl vor allem auch deshalb, weil er dann seinen Sohn, das Super-Talent Oscar Carlen, mit an die Alster bringen würde.

Ins Gespräch gebracht wurde auch schon Talant Duishebaev von Ciudad Real. Der weiß zwar, wie man wichtige Titel gewinnt, dürfte aber eine zu kostspielige Lösung sein. Käme noch Velimir Petkovic in Betracht, der seit Jahren erfolgreiche Arbeit in Göppingen leistet. Besonders sinnvoll, weil sein früherer Schützling Michael Kraus dann auch für die Hamburger auf Torejagd gehen wird.

„Mimi“ kehrte mittlerweile dem TBV Lemgo den Rücken, reiste sogar ins Trainingslager des HSV in Bayern und hat einen Vertrag bei den Hanseaten unterzeichnet. Mit dem Gedanken, das der deutsche Publikumsliebling künftig in der Color Line Arena aufläuft, können sich die Hamburger Fans sicherlich schnell anfreunden.

Von Björn Mahr

Quelle: HNA

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