Wiedersehen mit Schöngarth

MT reist mit Selbstvertrauen und Respekt nach Lübbecke

Einst gegen-, nun miteinander: Jens Schöngarth (Mitte), hier im Melsunger -Trikot, wird von den Lübbeckern Tim Remer (l.) und Arne Niemeyer gestoppt. Gemeinsam wollen alle drei nun der MT einen heißen Kampf liefern. Foto: Fischer

Melsungen/Lübbecke. Das Zauberwort heißt „nachlegen“. Oder wie es Michael Müller vor dem ersten Auswärtsspiel der MT Melsungen beim TuS N-Lübbecke (So. 17.15 Uhr Kreissporthalle Lübbecke) formuliert: „Den Big-point, den wir zum Auftakt gegen Berlin geholt haben, nun vergolden.“

Für den neuen Rückraumrechten des heimischen Handball-Bundesligisten durchaus ein „schweres Unterfangen“ angesichts eines starken und besonders zu Hause „unangenehmen Kontrahenten“, der, so vermutet MT-Trainer Roth, „alles versuchen wird, seine eigene Heimpremiere erfolgreich zu gestalten.“

Das bestätigt sein Kollege Dirk Beuchler: „Wir stehen vor einer großen Aufgabe, doch wir werden Vollgas geben.“ Mit der gewohnten Stammsieben, der bärenstarken Mittelachse Vuckovic-Loke und einem enorm wurfkräftigen Rückraum. Und mit einer neubesetzten Bank, denn der TuS hat trotz namhafter Abgänge (u.a. Dario Quentstedt, Daniel Svensson, Kristian Svensson und Tomasz Tluczynski) „nur“ Perspektivspieler, darunter zwei Junioren-Nationalspieler (Malte Semisch und Ramon Taabo) verpflichtet. Ganz nach der Philosophie des neuen Trainers, der an seiner alten Wirkungsstätte, wo der 41-Jährige von 1995 bis 2001 am Kreis wirbelte, „etwas aufbauen will.“

Und dabei im rechten Rückraum Jens Schöngarth vertraut. Der 2,03-m-Mann, der in Melsungen vergeblich auf seinen Durchbruch wartete, ist seit der Rückrunde der letzten Saison, in der er 115 Feldtore erzielte, die Nummer eins auf dieser Position. „Jens hat beste Voraussetzungen, um sich durchsetzen“, sagt der TuS-Coach über seinen Schützling, der insbesondere im athletischen Bereich enorm zugelegt hat.

Und das natürlich gegen seinen alten Verein unter Beweis stellen will. „Favorit sind wir sicherlich nicht, aber mit unseren Fans im Rücken ist alles möglich“, kündigt er der MT einen „heißen Tanz“ an. In dem Wissen, dass sich der Gegner „super verstärkt hat“. Was sich bereits zum Auftakt auszahlte. Unter Wettbewerbsbedingungen hat die Mannschaft nach gelungener Vorbereitung die Vorschusslorbeeren bestätigt, neben alten Tugenden (6:0-Deckung) neue Qualitäten (Teamgeist und Tempospiel) gezeigt.

Optimales Spiel

Nun gilt es laut Michael Roth nicht abzuheben, aber auch nicht tief zu stapeln. Stattdessen die starke Leistung gegen Berlin zu bestätigen, ja vielleicht sogar noch zuzulegen. Denn laut Michael Müller „besteht durchaus noch Luft nach oben“. Gemeint ist eine bessere Abstimmung im Rückraum und ein noch schnelleres und präziseres Umschalten.

„Wir brauchen ein optimales Spiel, um hier zu bestehen“, weiß der MT-Coach. Aber auch, dass seine Mannschaft dazu in der Lage ist, so dass sich bei ihm Respekt (vor dem Gegner) und Zuversicht die Waage halten. Durchaus gute Voraussetzungen, um dem Traumstart den ersten Auswärtscoup folgen zu lassen.

Von Ralf Ohm

Quelle: HNA

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