Die Löwen treffen heute im Top-Spiel der Fußball-Regionalliga auf Hoffenheim II – 18.30 Uhr, Auestadion

KSV will an der Spitze bleiben

So soll es heute Abend wieder sein: Freude der KSV-Spieler Ingmar Merle (von links), Nico Hammann, Ricky Pinheiro, Sebastian Schmeer, Carsten Nulle, Viktor Riske und Gabriel Gallus – hier nach dem 1:0 in Elversberg. Foto: nh

Kassel. Bevor die Pressekonferenz des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel gestern begann, machte sich Andreas Mayer daran, die Werbetafel zu putzen. Sie steht im Presseraum hinter der Reihe mit Stühlen, auf der Spieler und Trainer Platz nehmen. Mayer nahm das Reinigungsspray und bemühte sich, auch wirklich jeden Flecken zu beseitigen – als ob er eine Botschaft mitteilen wollte: Der KSV putzt sich heraus für die nächste Aufgabe.

Die ist schließlich nicht ohne: Heute gastiert die Reserve der TSG Hoffenheim ab 18.30 Uhr im Auestadion – eine Begegnung, die mehr ist als ein normales Fußballspiel. Sie ist eine Art Spitzenspiel, weil der KSV als Tabellenführer gegen eine Mannschaft antritt, die auch noch Chancen auf einen der ersten beiden Plätze hat. Die Begegnung ist für den KSV zugleich eine große Chance: Gewinnt die Mannschaft von Trainer Uwe Wolf, rückt die Teilnahme an den Aufstiegsplayoffs ein ganzes Stück näher.

Auf entsprechende Unterstützung bauen die Löwen. Pressesprecher Torsten Pfennig hofft, dass „4000 plus x“ heute den Weg ins Stadion finden. „Die Mannschaft hat es sich verdient.“ Das meint auch Trainer Wolf, der auf den „guten Charakter“ seines Teams verweist – und „Kampf und Willen“ angekündigt hat.

Das späte Gegentor am vergangenen Samstag beim 1:1 gegen die zweite Mannschaft von Bundesligist Mainz ist zumindest abgehakt. Der Blick ist auf die Partie heute Abend gerichtet, weil es nichts bringe, „nachzukatern“, wie es KSV-Torwart Carsten Nulle mit einem doch sehr schönen Versprecher ausdrückte. Der Kater soll ja tatsächlich ausgeblieben sein.

Das Problem heute ist nur, dass die Löwen gar nicht so richtig wissen, was sie erwartet. Hoffenheim II sei nämlich eine „klassische Wundertüte“, sagt Andreas Mayer, der von 2006 bis 2007 selbst im Kraichgau aktiv war. Wer zum Kader der zweiten Mannschaft zählt, entscheidet sich mitunter kurzfristig und hängt davon ab, wer gerade für das Bundesligateam benötigt wird.

Bei mittlerweile vier Trainern in dieser Saison für die Profis ist es da durchaus nicht einfach, den Überblick zu behalten. Gegen Nürnberg am vergangenen Samstag zum Beispiel gehörten mit Stefan Thesker und Andreas Ludwig zwei zu den eingesetzten Spielern in der Bundesliga, die beim 3:1-Sieg der Hoffenheimer Reserve in der Hinrunde gegen den KSV Hessen noch dabei waren. Sie dürften heute im Auestadion wohl nicht zum Einsatz kommen.

KSV-Coach Wolf verspricht: „Egal, wer bei Hoffenheim spielt, wir werden gut vorbereitet sein.“ Das bezieht sich nicht nur auf die Sauberkeit im Auestadion, zu der Andreas Mayer seinen Teil beigetragen hat, sondern das ist generell gemeint. Mayer sagt: „Bei der Ausgangssituation läuft man eh von ganz allein.“

Von Florian Hagemann

Quelle: HNA

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