Fahlgren warnt vor Svensson

Handball-Bundesliga: Roth-Appell vor Nettelstedt-Gastspiel

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Ein wegweisendes Duell: Melsungens Michael Allendorf (links) gegen den Lübbecker Kristian Svensson, Nationalmannschaftskollege von MT-Regisseur Patrik Fahlgren.

Melsungen. Es gibt sicherlich günstigere Momente, auf den TuS N-Lübbecke zu treffen als am Mittwoch ab 20.15 Uhr in der Kasseler Rothenbachhalle.

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Ein zumindest zweifelhaftes Vergnügen für die MT Melsungen, steckt doch der heimische Handball-Bundesligist nach zuletzt 2:16-Punkten in der Krise, während die Ostwestfalen im Laufe der Hinrunde zu einem echten Höhenflug angesetzt haben, dem sogar Spitzenmannschaften wie die Rhein-Neckar Löwen oder auch der HSV Hamburg zum Opfer fielen.

Eine alles andere als vielversprechende Ausgangsposition, die MT-Trainer Michael Roth aber nicht verzagen lässt. „Wir müssen uns wehren“, fordert er von seinen Schützlingen „bedingungslosen Kampf“, um die eigene Talfahrt ausgerechnet gegen die derzeit so starken Baur-Schützlinge zu stoppen. Der Schlüssel dazu liegt in der Abwehr. Angesichts der eigenen zuletzt offenbarten Defensivschwächen und mit Blick auf einen Lübbecker Rückraum der Extraklasse.

Dort tummeln sich mit Neuzugang Drago Vukovic laut TuS-Manager Feric „ein Spieler, der alles kann“, mit Arne Niemeyer ein „Shooter“ mit Spielmacherqualitäten sowie mit Kristian Svensson ein dynamischer Linkshänder, der in 1:1-Situationen kaum zu stoppen ist.

Patrik Fahlgren weiß um die Qualitäten seines Landsmannes („ein außergewöhnlicher Spieler“), spielten doch beide zuletzt für Schweden beim Supercup. Gibt aber gleichzeitig zu bedenken, „dass wir uns auf uns selbst konzentrieren müssen.“ Also: „Kompakt in der Deckung stehen, mehr Emotionen zeigen und dem Gegner keine leichten Tore ermöglichen.“

Vasilakis Rechtsaußen?

Womit sich der Regisseur auch selbst in die Pflicht nimmt. Umso mehr, als die Gastgeber im Angriff improvisieren müssen. Grigorios Sanikis (Virusinfektion) fällt sicher aus, und der Einsatz von Savas Karipidis (Oberschenkelverletzung) ist höchst fraglich. Also müsste der etatmäßige Halbrechte Alexandros Vasilakis wieder als Rechtsaußen ran, oder aber der Melsunger Coach lässt mit zwei Kreisläufern spielen. Dabei, aber nicht 100-prozentig fit, ist Per Sandström (Ellbogenverletzung). Trotzdem hofft Michael Roth auf eine überragende Torwartleistung: „Die brauchen wir, um bestehen zu können.“ Genauso wie die Unterstützung von den Rängen.

N-Lübbecke reist mit breiter Brust und bis auf Stephan Just in Bestbesetzung an. Aber laut Zlatko Feric keineswegs als Favorit. „Zwei Gegner auf Augenhöhe“ erwartet der 45-jährige Kroate. Wie bei einem Saisonvorbereitungsturnier in Magdeburg, als sich die beiden Teams remis trennten. Für Patrik Fahlgren ein klares Indiz, „dass wir mithalten können“. Selbst wenn sich seitdem die Ausgangsposition doch heftig geändert hat.

Von Ralf Ohm

Quelle: HNA

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