Eishockey

Wird Moritz Müller ein Husky? Noch keine Entscheidung

Kasseler Kölner
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Auf geht’s zum zweiten Test: Corey Trivino, hie rechts gegen den Bietigheimer Max Renner, spielt mit den Huskies heute gegen Herford.

Kommt er nun, der Moritz Müller, oder kommt er nicht zu den Huskies? Eine Antwort auf diese in Fankreisen heiß diskutierte Frage war mit Stand vom Dienstagabend (noch) nicht möglich.

Fakt 1: Der Kölner Nationalspieler will endlich wieder Eishockey spielen, sich fithalten für einen späten DEL-Start. Wenn nicht bei den Haien, dann am liebsten in Kassel, seiner Heimatstadt.

Fakt 2: Die Huskies haben ein reges Interesse daran, einen solchen Coup mit dem renommierten Verteidiger zu landen. Das wäre für nordhessische Verhältnisse ebenso spektakulär und stimmungsfördernd wie die aktuellen Auftritte von NHL-Star Leon Draisaitl bei seinem Stammverein in Köln.

Was also ist Sache? Während Moritz Müller sich zu diesem Thema derzeit nicht äußern mag, erklärte Manuel Klinge gestern: „Moritz war auf Familienbesuch in Kassel und hat am Samstag mit uns trainiert, das stimmt. Und er darf als Gast gern auch öfter kommen“, sagte der Huskies-Sportdirektor. Und: „Ja, wir sprechen viel miteinander, sind im Austausch mit Moritz und auch mit den Kölnern. Aber es gibt da noch nichts zu verkünden“, betont Klinge (36), der drei Jahre älter ist als Müller. „Wir sind uns in der Jugend in Kassel öfter über den Weg gelaufen. Aber das war in so frühen Jahren, dass ich mich nicht mehr erinnern kann“, sagt Klinge. 2008/09 bestritt das Duo dann gemeinsam drei Länderspiele.

Moritz Müller

Es sieht also nicht so aus, als würde Moritz Müller heute im Test gegen Herford (Bericht unten) als Husky auflaufen. „Da ist noch gar nichts klar“, betont Klinge. Weil es offenkundig ein sehr komplexes Thema ist. Insbesondere Vertrags- und Versicherungsfragen müssen wasserdicht geklärt sein. Dass das aber machbar ist, haben bereits DEL-Klubs mit Leihgaben zumindest bis Ende November bewiesen: Nürnberg mit Patrick Reimer nach Kaufbeuren sowie Julius Karrer, David Trinkberger, Vincent Hessler, Maximilian Kislinger und Timo Walther nach Bayreuth; Straubing mit Adrian Klein und Nick Latta nach Weiden sowie Fredrik Eriksson nach Klagenfurt; Mannheim mit Ben Smith nach Rögle in Schweden. (Von Gerald Schaumburg)

Gegen Herford heute Familientreffen mit vielen Kasselern

Es wird ein großes Treffen der Kasseler Eishockey-Familie: Zehn, mit Moritz Müller vielleicht sogar elf nordhessische Puckjäger plus dem seit 2014 längst hier heimisch gewordenen Marco Müller stehen am heutigen Mittwoch um 19.30 Uhr auf dem glitzernden Parkett der Eissporthalle, wenn die Huskies gegen den Oberliga-Neuling Herforder EV ihr zweites Testspiel bestreiten.

Klar ist, dass bei den Hausherren neben Müller auch Michi Christ und Derek Dinger auflaufen werden. Bei Kooperationspartner Herford sind die jungen Nico Schnell (22), Lasse Bödefeld (21), Ennio Albrecht (20) sowie Florian Böhm (29) gesetzt. Zudem bestreiten Bastian Schirmacher (22) und Tim Lucca Krüger (22), die zuletzt in Duisburg aktiv waren, Schnupperwochen bei den Westfalen, um sich für Verträge zu empfehlen. Ob die Neu-Huskies Joey Luknowsky (19) und der aus Lauterbach stammende Kasseler Paul Kranz (19) im blau-weißen Trikot spielen werden oder im Herforder, das wird kurzfristig entschieden.

„Bis auf Verteidiger Troy Rutkowski, den wir wegen der Geburt seines ersten Kindes erst Ende des Monats aus Kanada in Kassel erwarten, sind alle Mann an Bord“, erklärte Sportdirektor Manuel Klinge. Trainer Tim Kehler kann also auf die Truppe setzen, die am Freitag den ersten Test gegen Bietigheim (2:4) bestritten hat.

Die wird aus dem vollen Training heraus ins Spiel gehen, also erneut mit schweren Beinen. Denn: „Wir bereiten uns auf die DEL2-Saison ab 6. November vor, nicht auf die Testspiele“, betont Klinge. „Und dafür müssen jetzt nicht zuletzt díe physischen Grundlagen im Ausdauerbereich gelegt werden.“ (sam)

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