Eishockey-Jugend Kassel sieht sich als Mittel zum Zweck, hat aber kein Problem damit

Eishockey-Jugend Kassel als Mittel zum Zweck?

Kassel. Die Wogen schlagen weiterhin hoch, in Internet-Foren (auch www.hna.de) wird die Zukunft des Kasseler Eishockeys heiß diskutiert. Vor allem die Frage des Personals.

Stehen Dennis Rossing und Fabian Dahlem nach den Huskies-Turbulenzen einer guten Perspektive für die Eishockey-Jugend Kassel (EJK) vielleicht sogar im Weg?

Marc Berghöfer sieht das pragmatisch: „Wer die Musik bezahlt, der darf auch die Musikanten auswählen“, sagt der Vereinsvorsitzende und bezieht angesichts vieler kritischer Fragen („die berechtigt sind, aber nicht öffentlich diskutiert werden sollten“) eindeutig Stellung: „Unser Kerngeschäft ist und bleibt die Jugendarbeit, auch wenn wir natürlich zur Verfügung stehen werden, wenn der Profibereich neu angeschoben wird.“

Im Klartext: Basis aller Überlegungen ist der Fortbestand der Eissporthalle. Der sei kurzfristig zu sichern, danach habe niemand wirklich Eile. „Wir als Verein haben allein das Spielrecht für die Hessenliga, keine GmbH. Wir sind jetzt Mittel zum Zweck, um irgendwann wieder eine Profi-Perspektive zu bekommen. Das Profi-Eishockey wiederum ist für Dennis Rossing Mittel zum Zweck bei seinen kaufmännischen Interessen“, sagt Berghöfer. Und betont: „Aber ein Problem ist das nicht, denn alle profitieren doch davon, wenn Herr Rossing die Eishalle fortführt - Jugend, Profis und Fans. Jeder Cent, der in die Halle gesteckt wird, sichert den Eishockey-Standort Kassel.“

Dabei werde sich die EJK-Führung nicht über den Tisch ziehen lassen. Wenn die künftige Hessenliga-Truppe - von der Reserve zur Nummer eins mutiert - rasch in höhere Ligen klettern sollte, dann werde eben bald wieder eine neue Reserve (1 b) gegründet als Perspektivtruppe für heimische Kräfte. Berghöfer: „Wir werden uns treu bleiben.“

Für ihn wäre es daher kein Problem, wenn Fabian Dahlem im Auftrag von Dennis Rossing die neue Hallen- und spätere Profigesellschaft führen, Dean Fedorchuk das geplante Hessenliga-Team trainieren und die spätere Profitruppe aufbauen würde. „Fabian kennt das Kasseler Umfeld bestens, Dean hat drei Kinder, die alle im EJK-Nachwuchs spielen, und bringt sich mit seiner Frau schon jetzt super ein im Verein“, sagt Berghöfer. Dass Milan Mokros von vielen als der bessere (weil unverbrannte) Mann für den Neubeginn angesehen wird, teilt er nicht: „Milan lebt für die Kinder und Jugendlichen, er geht auf in der Talentförderung. Da sieht er seine Perspektive, da wollen wir ihn liebend gern halten.“ (sam)

Quelle: HNA

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