Umfrage unter Geschäftsführern der Deutschen Eishockey-Liga zur Lage in Kassel

Zukunft der Huskies: „Wir wollen die Derbys sehen“

Kassel. Irgendwann im Mai findet eine Gesellschafterversammlung der Deutschen Eishockey-Liga statt. Auf der Tagesordnung taucht dann wohl auch die problematische Lage bei den Huskies auf.

Noch wollen sich die meisten von uns befragten Geschäftsführer zu ihrer Haltung in Sachen DEL-Lizenz für die Huskies nicht konkret äußern. Allgemeiner Tenor ist jedoch, dass die Konkurrenz in der Deutschen Eishockey-Liga nur ungern auf einen Kasseler DEL-Klub verzichten würde.

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Matthias Scholze (Pressesprecher Frankfurt): „Für uns ist eins klar: Wir wollen, dass die Huskies in der Deutschen Eishockey-Liga weiterspielen. Niemand in Frankfurt wünscht sich ein Aus für das Team. Denn wir wollen die Derbys sehen. Allerdings muss die wirtschaftliche Sauberkeit garantiert werden und man darf den Grundsatz der Gleichheit aller Klubs nicht aus den Augen verlieren. Allerdings habe ich Verständnis dafür, dass man sich in Kassel trotz aller Unklarheiten schon jetzt um den Aufbau einer neuen Mannschaft kümmert. Ich finde, das muss man allen Klubs zugestehen.“

Wolfgang Brück (Iserlohn): „Wie ich abstimmen werde, verrate ich nicht. Ich würde es aber gern sehen, wenn die Huskies weiterhin in der DEL spielten. Allerdings meine ich, dass die Huskies erst ihre wirtschaftlichen Hausaufgaben machen sollten, bevor sie neue Spieler verpflichten. Auch sollten den Gesellschaftern, die abstimmen müssen, Fakten auf dem Tisch liegen.“

Marco Stichnoth (Hannover): „Dubios finde ich, dass Spieler verpflichtet werden, bevor das Insolvenzverfahren abgeschlossen ist. Über mein Abstimmungsverhalten werde ich noch nichts sagen.“

Bernd Rumpel (Wolfsburg): „Ich kenne die Situation in Kassel nicht. Wenn die zuständigen Herren in Kassel ihr Konzept bei der Gesellschafterversammlung vorstellen, wird man sehen, ob es tragbar ist oder nicht.“

Matthias Fries (Pressesprecher Adler Mannheim): „Wir kehren vor unserer eigenen Haustür. Prinzipiell geht es uns auch erst einmal nichts an, was in Kassel geschieht. Wir sind in der Angelegenheit neutral. Wenn der eingeschlagene Weg der Weg ist, den Kassel für richtig ansieht, ist das in Ordnung. Wir werden das im Vorfeld nicht gutheißen oder verurteilen. Entscheiden wird die Gesellschafterversammlung.“

Dr. Norbert Schmitt (Nürnberg): „Solange das Insolvenzverfahren schwebt, kann zwar ein Ausschluss aus der DEL in einer Gesellschafterversammlung mit einer Dreiviertelmehrheit beschlossen werden, aber ich sehe diese Problematik mehr als eine Frage des Lizenzprüfungsverfahrens.“

Gaby Sennebogen (Straubing Tigers): „In der Versammlung der Eigentümer am 7. Mai werde ich meine Meinung über die Vorgänge in Kassel sagen. Vorher nicht. Allerdings habe ich mich über einen Artikel in der Fachzeitschrift Eishockey News gewundert. Aus dem geht hervor, dass bereits alle DEL-Gesellschafter mit den Huskies Kontakt hatten. Für mich gilt das jedenfalls nicht.“ (geb/gsd/mis)

Quelle: HNA

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