Bei Melsungens Gegner Flensburg herrscht Hoffnung - Schmäschke unterstützt Geerken

Ziel ist Platz in der Königsklasse

Zuletzt mit deutlich ansteigender Formkurve: Flensburgs Holger Glandorf bleibt bis 2017 an der Förde. Foto: dpa

Flensburg. Nach der knappen Niederlage im Pokal-Endspiel beim Final Four in Hamburg gegen Berlin waren dem einen oder anderen Handballer der SG Flensburg-Handewitt noch Tränen übers Gesicht gekullert.

Mittlerweile ist bei den Fördestädtern die Enttäuschung der Zuversicht, noch Großes erreichen zu können, gewichen. Die Mundwinkel zeigen wieder deutlich nach oben. Zum einen, weil die Vranjes-Schützlinge gegen Skopje den Einzug in das Champions-League-Halbfinale gegen Barcelona in Köln perfekt machten. Zum anderen, weil sie mit Bundesliga-Erfolgen heute (ab 16.55 Uhr, live bei Sport 1) beim HSV Hamburg sowie am Sonntag (17.15 Uhr, Flens-Arena) gegen die MT Melsungen Ansprüche auf die Deutsche Meisterschaft anmelden können.

DIE AUSSICHTEN

Dierk Schmäschke

„Unser erstes Ziel ist die neuerliche Qualifikation für die Königsklasse“, erklärt SG-Manager Dierk Schmäschke. Was schon schwer genug wird, weil die Flensburger auch noch das Prestigeduell beim THW Kiel bestreiten müssen. Und der Auftritt am 24. Mai in Eisenach dürfte ebenfalls kein Zuckerschlecken werden. „Erst danach beschäftigen wir uns mit dem Final Four der Champions League“, betont Schmäschke. Wobei für ihn klar ist: „Wer nach Köln fährt, der will dort auch gewinnen.“ Und nicht nur, weil ein Endspiel gegen den Erzrivalen aus Kiel winkt.

DIE PERSONALPLANUNG

Der SG-Kader für die nächste Serie steht. Zwar muss der Klub unter anderem mit Rückraumschütze Steffen Weinhold (nach Kiel), Torwart Sören Rasmussen und dem Ausnahme-Kreisläufer Michael Knudsen (beide zu Bjerringbro-Silkeborg) drei schmerzhafte Abgänge verkraften, dafür wurden aber Johan Jakobsson (Aalborg), Kevin Möller (GOG Handbold) sowie Anders Zachariassen (Sonderjyske) verpflichtet. Für die scheidenden Halblinken Olafur Gustafsson (nach Aalborg) und Goran Bogunovic kommt der junge Kaspar Kisum. Kapitän Tobias Karlsson, Anders Eggert und der zuletzt wieder stärker werdende Nationalspieler Holger Glandorf (alle bis 2017) wurden sogar mit langfristigen Verträgen ausgestattet.

DAS MELSUNGEN-SPIEL

Bis auf Ex-Weltmeister Lars Kaufmann (Reha nach Knie-OP) hat das Team von Coach Ljubomir Vranjes zurzeit alle Mann an Bord. „Wir haben nach dem Final Four den Blick sofort nach vorn gerichtet und uns mit dem Heimsieg gegen Wetzlar frei gemacht“, bemerkt Schmäschke erfreut.

DER MT-BESCHWERDEBRIEF

Genauso wie die Melsunger haderten die Flensburger mit einigen Schiedsrichter-Entscheidungen beim Final Four. Deshalb findet es Schmäschke („Ich bin in dieser Sache durchaus bei Axel“) gut, dass MT-Manager Axel Geerken sachlich Kritik geübt hat (wir berichteten). Und auch dabei die Doppel-Rolle von Bob Hanning (Manager in Berlin sowie DHB-Vizepräsident Leistungssport und Chef der Schiedsrichter-Kommission) thematisiert hat.

Von Björn Mahr

Quelle: HNA

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