Viel Arbeit nach dem Abstieg 

Die Zukunft des KSV: Noch keine klare Sicht

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Vor dem KSV liegen nun eine Menge Arbeit und viele offene Fragen: Der Verein muss nach dem Abstieg in die Fußball-Hessenligisten einige Kaderfragen klären. Und auch der Spielort ist noch nicht ganz sicher. Bleibt es beim Auestadion (Foto)? 

Kassel. Ein Abstieg bedeutet Arbeit. Auf jeden Fall für Tobias Cramer, Trainer des künftigen Fußball-Hessenligisten KSV Hessen Kassel.

Der ab sofort ja auch die sportliche Leitung für den Gesamtverein innehat. Cramers Blick geht in die Zukunft – nur ist die Sicht noch nicht ganz klar. Denn durch den Abstieg aus der Regionalliga gibt es viele Fragen: rund um die erste und zweite Mannschaft, den Kader, das Stadion, Ziele. Auf der Suche nach ein wenig Durchblick:

Der Kader

Sicherlich derzeit die größte Baustelle für Cramer. Die Verträge müssen für die Hessenliga neu ausgehandelt werden. Der Abgang von Sergej Schmik (zum SC Verl) ist perfekt. Einen Verbleib des Innenverteidiger-Duos Lucas Albrecht und Cédric Mimbala sieht der Trainer so wahrscheinlich wie den gemeinsamen Aufstieg von Saarbrücken und Mannheim. Auch Stürmer Sebastian Szimayer wird die Löwen wohl nach einer Saison wieder verlassen. „Das war überhaupt eine unglaubliche Geste, dass er zu uns gekommen ist. Es ist wahrscheinlich, dass er sich auch im Hinblick auf seine private Situation wieder neu aufstellt“, sagt Cramer.

Spekuliert wird auch über die Abgänge von Kapitän Frederic Brill und Sascha Korb. Es gehe da auch immer um den Wohlfühlfaktor, sagt der Coach. Klar sei, dass bei wirtschaftlich attraktiven Angeboten ein Wechsel in Aussicht steht. Aber: Es könne auch den ein oder anderen überraschenden Verbleib geben.

Cramer sieht die Mannschaft aber auch so gut aufgestellt. Das liegt an einem Grundstock regionaler Spieler, bei denen die Chancen gut stehen, dass sie auch im kommenden Jahr beim KSV zu sehen sein werden. Hinzu kommen junge Akteure wie Laurin Unzicker und Arne Schütze, die größeren Rollen einnehmen sollen. Klar ist, dass Jan Erik Leinhos gehen wird. Der 21-Jährige bekommt ein Stipendium in den USA und wird dort künftig an einem College spielen.

Steven Rakk und Brian Schwechel seien vielversprechende Spieler, die schon viel Spielzeit im Regionalliga-Team erhalten haben. Bei diesen beiden ist Cramer zumindest zuversichtlich, sie von einem Verbleib überzeugen zu können. „Wir fangen jetzt erst an, aber wir wollen so schnell wie möglich Klarheit haben“, verspricht der 43-Jährige.

Das Trainerteam

Steht schon fest: Neben Cramer werden auch Co-Trainer Tobias Damm sowie Teammanager Steffen Friedrich dem KSV erhalten bleiben.

Das Stadion

Der KSV plane mit dem Aue-stadion, sagt Pressesprecherin Alexandra Berge. Für die Regionalliga habe bereits der Mietvertrag mit der Stadt vorgelegen. Da der Abstieg erst seit Sonntagabend feststehe, müsse dieser Vertrag nun mit der Stadt für die Hessenliga abgeschlossen werden.

Die zweite Mannschaft

Möchte Cramer, der nun ja für die sportliche Leitung zuständig ist, unbedingt halten. „Die Entwicklung sieht so aus, dass wir gute Chancen haben, dass die zweite Mannschaft in der Gruppenliga weiter bestehen bleibt“, sagt der Trainer.

Die Ziele

„Wir müssen aus den Dingen, die jetzt passiert sind, die richtigen Schlüsse ziehen. Am Ende mussten wir zu viel kämpfen. Vielleicht waren wir noch nicht so weit“, sagt Cramer. Das Ziel sei aber ganz klar der Wiederaufstieg. Sonst wäre er nicht geblieben, sagt der Trainer. Eine klare Sicht, ein wenig Licht.

Quelle: HNA

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